• My house walk-through

    My house walk-through

    Schade, dieser japanische Kurzfilm, der manchmal als der gruseligste Film auf YT bezeichnet wird, hat für mich so gar nicht funktioniert, obwohl ich sonst durchaus anfällig für Found-Footage bin.
    Die sich zeitschleifenartig wiederholende Führung durch ein verfallenes Haus wirkte auf mich zu gewollt, fast prätentiös, wodurch ich mich eher gelangweilt als gegruselt habe.
    Vielleicht war ein sonniger Samstagmorgen aber auch kein guter Zeitpunkt, um den Film zu gucken. Also, wartet auf eine regnerischen stürmische Nacht, schaut ihn dann und belehrt mich eines Besseren.

  • Free Guy

    Free Guy

    ★★★

    "Free Guy" nimmt dich auf eine Reise in eine Welt voller künstlicher Intelligenz und virtuellem Wahnsinn. Ryan Reynolds bringt seine übliche Dosis Humor und Timing ins Spiel, während er als NPC (Non-Player Character) in einem Open-World-Videospiel navigiert. Die visuellen Effekte sind fantastisch und die Handlung hält dich am Ball, aber sei gewarnt, dass die KI hier nicht nur eine Nebenrolle spielt, sondern das Zentrum des Films ist. Insgesamt ist es ein unterhaltsamer Film, der zeigt, wie künstliche Intelligenz unser Verständnis von Realität und virtueller Welt verändern kann. 3 Sterne für eine intelligente und amüsante Darstellung der künstlichen Intelligenz im Film.

  • The Sect

    The Sect

    ★★★

    The Sect ist wahrlich ein merkwürdiger Film. Zunächst gibt es mehrere scheinbar unzusamnenhängende Mordszenen, dann reichlich übles Schauspiel und Dialoge aus der Hölle. Aber dennoch: Der Film hat was! Man merkt, dass Argento seine Finger mit im Spiel hatte. Krasses Colouring, cooler Synthiesound und alptraumhafte Sequenzen sorgen, trotz der eindeutig vorhandenen Schwächen, für eine dichte unangenehme Atmosphäre.

    Die auf Prime vorhandene Fassung hat übrigens eine Reihe von nicht synchronisierten Szenen, die zum Teil unnötige Längen mit sich bringen.

  • Good Luck to You, Leo Grande

    Good Luck to You, Leo Grande

    ★★★½

    Eine pensionierte Lehrerin, die ihr gesamtes Leben nur unbefriedigenden Sex mit einem einzigen Mann hatte, entschließt sich zwei Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes die Dienste eines Sex-Arbeiters in Anspruch zu nehmen.
    Die erste Hälfte des Filmes finde ich großartig. Wie sich Nancy Stroke vor ihrer eigenen Courage fürchtet und in der selbst gewählten, aber ungewohnten Situation total verunsichert ist, ist wirklich umwerfend lustig. Auch wie sie langsam Gefallen an den Treffen findet und mit ihrer lehrerinnenhaften Art einzelne Punkte…

  • Memoir of a Murderer

    Memoir of a Murderer

    ★★★★

    Der an Alzheimer erkrankte Byung-su (Sol Kyung-gu) ist ein Serienmörder, der seit 17 Jahren niemanden mehr getötet hat. Als in seiner Umgebung eine erneute Motdserie beginnt, befürchtet er zunächst selbst der Täter zu sein und sich nicht mehr erinnern zu können. Bald glaubt er aber den wahren Täter zu kennen und sieht seine eigene Tochter in Gefahr.
    Sehr geschickt wird hier mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen und trügerischen Erinnerungen von Byung-su gespielt. Auch der Zuschsuer tappt so ständig im Dunkeln und…

  • Memories of Murder

    Memories of Murder

    ★★★★

    Bong Joon-ho hat auch schon mit seinem Frühwerk Memories of Murder ein Brett vorgelegt. Basierend auf realen Ereignissen wird die Jagd zweier ungleicher Polizisten auf den ersten Serienmörder Südkoreas gezeigt. Anders als in vergleichbaren US-Filmen bleibt Bong Joon-he hier bedrückend realistisch und düster. Die Charaktete sind vielschichtig und größtenteils unsympathisch, Polizisten tappen weitgehend im Dunkeln und versuchen sich die Tatsachen so hinzudrehen, wie sie es gerade brauchen. Dabei bleibt der Film meist langsam und verzichtet weitgehend auf Action. Durch die…

  • Flag Day

    Flag Day

    ★★

    Die Journalistin Jennifer Vogel (Dylan Penn) wird zur Polizei gerufen, weil es Probleme mit ihrem Vater (Sean Penn) gibt. In langen Rückblicken erinnert sie sich an ihr problemreiches Leben und die schwierige Beziehung zu ihrem Vater.
    Was ist denn hier passiert? Ich kannte bisher nur zwei Filme, in denen Sean Penn Regie geführt hat (Das Versprechen und Into the Wild), die ich beide außerordentlich gut finde. Hat er sich bei der Verfilmung des Buches der realen Jennifer Vogel vielleicht übernommen,…

  • Olaf Presents

    Olaf Presents

    ★★★★

    Nachdem meiner Meinung nach die einzigen lustigen Szenen in Frozen II die sind, in denen Olaf Frozen und Frozen II im Schnelldurchgang nacherzählt, habe ich mich sehr gefreut, dass er sich hier noch andere Disney-Klassiker vornimmt. Diesmal geht er noch einen Schritt weiter, indem er nicht nur nacherzählt, sondern mit Hilfe von Requisiten und einigen Freunden die Filme nachspielt.
    Auch das ist wieder umwerfend komisch und zeugt sogar von einer gewissen Selbstironie, die ich Disney so gar nicht zugetraut hätte,…

  • Spoiled Brats

    Spoiled Brats

    ★★★

    Der reiche Witwer Francis (Gérard Jugnot) hält es nicht mehr aus, zu sehen, wie seine drei erwachsenen Kinder, lebensunfähig und verwöhnt, ausschließlich auf seine Kosten leben. Also sperrt er ihre Konten, inszeniert eine Steuerprüfung und zieht in das verfallene Haus seiner Kindheit ein, damit seine Kinder das tun müssen, was sie noch nie tun mussten, nämlich arbeiten.
    „Meine schrecklich verwöhnte Familie“ (schon wieder ein Eintrag für blöde deutsche Filmtitel) ist nicht sonderlich innovativ und recht vorhersehbar, bringt aber trotzdem Spaß. Es ist halt eine nette französische Sommerkomödie mit angenehm unsympathischen Figuren, recht lustigen Szenen und schönen Bilder aus Monaco und Marseille.

  • Lightyear

    Lightyear

    ★★½

    Was bleibt übrig, wenn man den gesamten Spielzeugaspekt und damit die parodistischen Aspekte und Herzenswärme aus Toy-Story herausnimnt? Ein mäßig spannender, ziemlich generischer SF-Film für Kinder. Nicht mehr, nicht weniger.
    Schade, eigentlich.
    (Einen halben Extrastern für SOX! So eine will ich auch!)

  • Goliath

    Goliath

    ★★★★

    Wer sich darüber wundert, dass Glyphosat, auch nach diversen Verbotsanträgen und einer persönlichen Kampfansage von Macron, in der EU immer noch zugelassen ist, sollte Goliath gucken.
    Schon im Vorspann wird darauf hingewiesen, dass alle Vorgänge und Figuren zwar erfunden, gewisse Ähnlichkeiten aber nicht zufällig sind.
    Es werden drei Handlungsstränge erzählt und zunehmend miteinander verknüpft: Man lernt einen etwas abgehalfterten Anwalt, der eine Landwirtin, deren Frau an den Folgen von Pestizideinsatz verstorben ist, vertritt, eine geschädigte Familie sowie einen Lobbyisten, der…

  • Caroline

    Caroline

    ★★★½

    Eine gestresste Mutter lässt ihre sechsjährige Tochter im heißen Auto zurück, damit sie auf ihre zwei jüngeren Geschwister aufpasst.
    Caroline ist ein intensiver, sehr realistisch wirkender 12-Minüter, mit überaus überzeugenden (Kinder-)Darsteller*innen.