The Northman

The Northman ★★★½

Vorwort und andere Dinge:

Thor hob seinen Hammer Miljoner gegen die Horden Riesen die wie eine Walze Bäume in den Boden drückten ihrer sie Kilometer weitertragenden Schritte. Grollend und Berge verrückend bahnten sie sich ihren Weg zur Schlachte zwischen ihnen, den Jötunn, und den Göttern.
Bebend rückten sie heran als ein über das Land ziehender Schatten wie ein graues Wolkendfeld. Knirschend drückte sich Thor die Fasern seines Miljoner gegen die Handfläche. Hob seinen Arme wie das gespannte Katapult mal zehn. Biss die Kiefer zusammen der Länder umpflügenden Ansturms.
Skalli der Wolf-Jäger der Sonne und Hati der selbiges Mondesjäger, rissen ihr bewehrtes Maul zum Anschlage verschlingenden Willens der wechselhaften Gestirne am brennenden Himmel. Ihre Jagd brachte Sterne auf die Erde regnend aus ihren Bahnen tausender brennender und niedergehender Körper. Der Ferniswolf, der größte und mächtigste seiner Art, einst die Frucht der Lenden der Riesin Angrboda und dem Samen Lokis entsprungen, riss die Ketten entzwei. Die Midgardschlange schob ihren gewaltigen Leib an Lande und Kontinente wurden überflutet ihrer mitziehenden Flut.
Der Wasserspiegel hob sich den Bergen gleich, überschwemmte sie hunderter Meter vom Scheitel bis zum Sockel. Blies sein Horn tosenden Meeres, machte das von toten Händen geführte Totenschiff Naglfar, entsprungen aus dem Horne der Finger- und Zehnnägel des Totenreichs, klar. Darin spuckte der losgerissene Fenriswolf seinen brennenden Atem, die Midgardschlange ihr nicht minder tödliches Gift, brannten den Himmel flimmernd und dem Himmel die Luft entziehend ab.
Thor hob seinen Hammer Miljoner zum Himmel erhoben. Über den brennenden Himmel schoben sich graue Wolkenmassive. In ihren Wogen schlug Miljoner gegen den Amboss seiner Erschaffung und der Himmel verbarg seine Trommelschläge. Lücken und Spalten breit wie Täler öffneten sich der dagegen stoßenden, sie aufreißenden Blitze.
Thor hob seinen Hammer Miljoner im Meer seines losgelösten Gewittersturms verschießenden Blitze. Die Riesen erreichten die Schlacht, Thor entließ Miljoner …

Thor erwachte wie vom Blitze getroffen und erkannte die Ironie darin. Drehte im Sitzen, der Rücken knackend durchgedrückt und die Wirbel dehnend, den Kopf – abermals durchzuckten ihn Blitze des Schmerzes von Nacken aufwärts gegen seine Stirn. Blinzelnd vor Schmerzen, die trübe Sicht beibehalten, blähten sich seine Nasenflügel wie die Nüstern eines schnaubenden Hengstes.
Rauch, zu rauch abgebranntes Kriegswerkzeug aus Holz und Eisen lag in der Luft. Darin hinein mischte sich das angesengte, gebratene, teils verkohlte Fleisch von Getier und Mensch – ein Geruch unverkennbar wie eine Frau zwischen den Beinen.
Er erhob sich gegen die Schmerzen in seinem Kopf gleich einem über den Kopf gezogenen glühenden Helm in feuerrot. Gegen diesen ummantelnden Schmerz und der der in seinen Beinen steckte, sie mit Gewichten an den Boden hielt die selbst ein Erzittern unmöglich machte. Die Augen blinzelten gegen das glühen weiße Licht an, verdrängten die Konturenlosigkeit zu einer allmählich sich steigernden Schärfe. Und dann stürzte die Welt über ihn ein.
Er stand auf einer kleinen, in einem See aus geschmolzenem Gestein schwimmenden Insel von kaum zwei Meter Durchmesser, um ihn herum blubberten Pfützen und Teiche ihren vernichtenden Atem in die Atmosphäre. Leichen türmten sich ineinanderverhakt zu unverrückbaren Bergen der sich daran labenden Geiern und Raben und Spatzen und ihren Arten.
In die Pfützen und Teiche reichende Gliedmaßen erzeugten den Geruch verbrannten Fleisches. Arme von Göttern waren zu Stümpfen niedergebrannt, die Füße von Riesen bis zu ihren baumstammdicken Knochen vom Fleisch gelöst. Viel schlimmer, wie Thor sah und roch, war das Knirschen und Brutzeln der gekochten Leichen zu hunderttausenden.
Thor würgte, hielt sich den zuziehenden Magen fest, spürte selbst unter seiner Rüstung das Zusammenziehen dessen. Aber dann wurde der Ekel, das Würgen nichtig, Panik überkam ihn seines fehlenden Schattens als sein Miljoner. Als sein neben ihn liegenden Miljoner.
Erleichtert ausatmend nahm er ihn auf, fasste seinen Schaft kräftig, liebkosend, ihn lobend für seine heutige Tat zu den Leichenbergen beigetragen zu haben. Wie dich, dachte er den Schwanz der von ihm erlegten Midgardschlange aus den Leichenbergen entdecke.
Ein leichtes Anspannen der Beinmuskulatur genügte, er sprang über den kochenden Fluss geschmolzenen Gesteins, wich anderen dampfenden Pfützen und Teichen aus, zog mehr Geruch von Vernichtung, Zerstörung und Götterdämmerung ein.
„Wahrlich würdig warst du, du Biest aus den Weltmeeren“, sah er auf den bluttriefenden Leichnam der Midgardschlange hinab, sah ihre durch seine Hand zugefügten, auslaufenden Wunden die groß und tief genug waren, einen ganzen Menschen zu beherbergen. „Und mit deiner Würdigkeit werde ich mich schmücken.“ Thor ging um den schlafen, glitschigen, missbrauchten Leib der Schlange zum Kopf.
Wie Riesen verschlingen könnend stand ihr Maul offen. Reißzähne die Mannesgröße besaßen, giftig für zwei Menschenleben, standen aus ihrem Rachen wie jederzeit zum Reißen ihrer Beute bereit. Thor sah sie sich an, lächelte dabei. „Zu groß – selbst für meinen Hals und selbst für das Ego Lokis.“
Stattessen fuhr er seine Hand zu den Backen, zog und rüttelte an seinem Fundus, benutzte Miljoner der ihm half, ihm Platz verschaffte. Mit einem schließlich und endlichen Ruck, sprang sein Arm mit seiner Trophäe aus dem Maul, einem stattlichen Zahn. „Gut.“ Er hob seinen Hammer, seine Seele, sein Ich, beschwor einen Blitz der einem tausend Grad heißen Bohrer gleich kam der ein Loch in den Zahn bohrte. „Jetzt noch eine Schnur.“
Was ein Leichtes war. Er schnitt einem der Toten seinen Lederwams in Streifen, verknotete sie, fädelte ihn durch das Loch in den Zahn, hob ihn hoch, verknotete die Endstücke zusammen, betrachte seinen Sieg voller Stolz und erigiertem Penis …


Nachwort und andere Dinge:

Gut, da sind wir. Nach einhundertsiebenunddreißig, zu üppigen Minuten, kam mir, auf den ersten Teil von „The Northman“ bezogene, aber nirgends erwähnte Vergleich zu meinem 5/5 Meisterwerk „Conan der Barbar“ wogegen die zweite Hälfte – zum Guten wie zum schlechten wird sich mit dem Rewatch zeigen – ein eigenes Werk darstellt.

Robert Eggers drittes Regiewerk besticht durch seine raue Herangehensweise eingefangen in Bildern wie Gemälden, einer der Prämisse völlig dienlichen Story, einem guten Cast mit einem herausstechenden, und immer wieder hervorgehobenen Alexander Skarsgård, Anya Taylor-Joy mit russischem Akzent – soweit ihre deutsche Syncro –, einem Soundtrack mit richtig bums der aber viel zu kurz kommt, und einem großen Kritikpunkt meinerseits, eines fehlenden, durchgehenden Soges und Eintauchen in ein Film wie eigentlich geschaffen für mich.


Fazit und andere Dinge:

Das Hemd bleibt zugeknöpft, die gestählte Brust verdeckt, mein Zweihänder in der Scheide anders eben wie in „Conan der Barbar“ der mir immer wieder die Eier verhärtet und das Zepter hebt vor lautem Testosteronüberschusses.

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