Upgrade

Upgrade ★★★½

Anders wie viele Genrevertreter, macht Leigh Whannell so vieles richtig mit seinem zweiten Spielfilm was andere, deutlich erfahrenere Regisseure, nicht zu Wege bringen.


Er gibt den Darstellern Zeit sich zu entfalten, sich in der Welt zu etablieren mit dem genau passenden Zeitrahmen.

Die Welt bietet – hier wird das geringe Budget von fünf Millionen bestens ausgenutzt – genügend Größe um aus dem Setting sich verschiebender und ausgetauscht werdender Kulissen herauszukommen das dennoch genügend Intimität offen lässt die Charakter entfalten zu lassen.

Genrekenner werden eine Handvoll, aus anderen Filmen wiedererkennbare Themen entdecken ohne die wohl das heutige Science-Fiction-Kino wohl nicht auskommen kann. Wohl wissend um dieses Handicap, macht Regisseur Whannell das Beste daraus. Er verschleiert diese wieder und wieder durchgekaute Prämisse über KIs und Konsorten nicht, er lässt sie in einem kleinen Rahmen entfalten ohne die gewohnte Philosophie-Keule.

Das Herzstück, der Anfang und das Ende, bildet die Kameraarbeit. Stefan Duscio gebührt hier der Dank. Erst durch seine, noch junge Hand, funktioniert der Film erst. Seine Arbeit visualisiert diese Thematik eines ferngesteuerten Menschen die ohne sein Können einfach fehlen würde, blieb es bei einem mit sich selbst redendes Individuum, kaum viel anders wie die auf Gehsteigen und Bahnhöfen vorzufindenden Passanten die, berechtigt, das Augenmerk auf sich lenken.


Eine Randbemerkung meinerseits, und hier der Spoiler-Einschub: Was hat Hollywood nur gegen blonde Jünglinge mit dem Hang Pomade zu benutzen?

20oldboy03 liked these reviews

All