Underwater

Kristen Stewart ist für viele (ähnlich wie ihr einstiger Twilight-Kollege Robert Pattinson) ein Reizthema. Vorgeworfen werden ihr Ausdruckslosigkeit und eine eingefrorene Miene. Dabei hat sich Stewart seit dem Ende von Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht (2012) mit zahlreichen Filmen von ihrem einstigen Teenie-Image freigespielt. Parallel zum deutschen Kinostart von Underwater ist sie neben Naomi Scott und Ellinska in 3 Engel für Charlie zu sehen. Zugegeben: Viele Emotionen kann sie in Underwater nicht zeigen. Ihre Figur Norah ist Spielball der Umstände, besitzt aber Kampfgeist und den nötigen Biss, um das Leben der anderen über das eigene zu stellen. Überdeutlich wird aber, dass ihre Physiognomie an Sigourney Weaver in Alien angepasst ist. Kurze blonde Haare, ein kämpferischer Gesichtsausdruck und ein burschikoses Auftreten im Tanktop tragen ihren Teil dazu bei, dass zu keiner Sekunde der Eindruck vermittelt wird, die Hauptdarstellerin sei dafür da, optische Reize der Marke “sexy Heldin” zu übermitteln. Genau in diesem Punkt macht Stewart eine wunderbare Figur: Auf das Wesentliche reduziert, aber immer mit dem Kopf bei der Sache. Nora ist eine Sympathieträgerin, ohne sich darum bemühen zu müssen.

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