Cats

Cats

Wolltet ihr schon immer mal „Cats“ das Musical sehen, wart aber bisher zu faul Karten dafür zu kaufen? Dann geht doch demnächst in Tom Hoopers kleines Tanzdebakel. Das ist als hätte jemand einfach besagtes Musical stur abgefilmt - und dann ist irgendjemand ganz furchtbar auf der Faceswap-App ausgerutscht und der Deepfake-Algorithmus ist mitten im Durchrechnen abgestürzt.

„Cats“ ist nicht nur in nahezu jeder Einstellung ein grauenhafter Horrortrip in die Uncanny-Valley-Hölle, samt Compositing- und GreenScreen-Albtraum, er funktioniert für mich aus denselben Gründen nicht, wegen derer man auch nicht einfach eine Tanzperformance aus dem Improtheater abfilmt und dann als Film zu verkaufen versucht. Das mag als Musical bestimmt alles ganz furchtbar unterhaltsam sein, als Film passiert jedoch narrativ derart wenig, dass man das Dauergeträller kaum dem Medium zuordnen dürfte.

Technisch ein einziges Desaster, inhaltlich quasi nicht existent und für Leute, die Katzen nicht leiden können (sprich: mich) nicht eine Sekunde länger erträglich als es die ebenfalls schon grauenhaften Trailer vermuten lassen. Wenn ich tippen müsste, dann wird das ein Millionengrab für Universal Pictures.