Escape Room: Tournament of Champions

Escape Room: Tournament of Champions ★★★

Gleich zu Beginn sagt jemand: „Das ist ja wie ein Turnier der Champions“. Damit ist der Name gedroppt und gleichzeitig das komplette Potential dieser Prämisse ausgeschöpft. „Escape Room 2“ ist natürlich nicht „noch krasser und größer“ und kann natürlich auch das im Trailer gemachte versprechen nie einlösen, dass hier nun die Hintermänner der tödlichen Apparaturen aufgedeckt werden. Erinnerungen an die „Cube“-Reihe werden wach, die sich merklich schwer tat, in den Fortsetzungen irgendwie die Narrative zu erweitern und gleichzeitig der simplen Ausgangssituation irgendwie treu zu bleiben.

So sehr mich der erste Teil kalt erwischt hatte, so wenig überrascht es nun, dass die eilig nachgeschobene Fortsetzung einfach nochmal mehr vom Gleichen ist. Was offen gestanden „okay“ ist, denn das Grundgerüst gefällt mir nach wie vor. „Escape Room 2“ ist immer noch ein extrem fokussierter HighOctane-Thriller, der von der räumlichen Begrenzung klar profitiert. 

Der größte Unterschied zum ersten Teil ist das Fehlen eines übergeordneten Mysteriums. Nach Teil 1 ist nun klar, was hinter den Escape Rooms steckt, auch wenn die Bedrohung ohne Gesicht blieb. Damit fehlt diese Ebene, zumal auch die Charaktere und ihre Bedeutung für das Spiel nochmal weniger ausgearbeitet sind als im Vorgänger. Der wiederum konnte es sich deshalb erlauben, Fallenraum an Fallenraum zu reihen, weil dazwischen immer auch Zeit zum Luft holen und mitraten blieb. Diesen Bonus hat die Reihe nun aber verspielt.

„Escape Room 2“ fühlt sich damit schon beim zweiten Durchgang deutlich abgestanden an, ist aber noch unterhaltsam genug - das allgemeine Tempo lässt zwischen schreienden Spielern und verspielten Apparaturen kaum Gelegenheit um über die Schwächen nachzudenken. Einen dritten Teil braucht es aber eher nicht mehr.