Extraction

Extraction ★★

Ich darf wieder einen neuen Film reviewen...🙏

Doof nur, dass mehr als der ĂŒbliche Netflix-PausenfĂŒller grad nicht drin ist. Doof auch, dass sich am Set von Extraction eigentlich ziemlich talentierte Personen eingefunden haben, die ganz un-eigentlich am Ende doch nicht mehr als uninspirierte B-Ware abgeliefert haben.

Charaktere gibt’s hier nicht, lediglich leere MuskelhĂŒllen, die andere HĂŒllen durch WĂ€nde treten und abseits davon allerhöchstens mal ein bisschen Pipi in den Augen aufbringen, weil - natĂŒrlich hat der starke Held den obligatorischen Schicksalschlag im GepĂ€ck. Der Rest ist hochgradig egales Nicht-ErzĂ€hlen, dafĂŒr hat sich „Extraction“ aber auch viel zu sehr in die eigene Action verliebt.

Die ist dafĂŒr aber immerhin gut gemacht. In die Hand-to-Hand-Choreografien ist sichtlich Arbeit geflossen, vor allem der Longtake hat ein paar schicke Kameratricks parat. Weil „Extraction“ anders als der Ă€hnlich gelagerte „John Wick 3“ die Action aber nicht immer wieder mit neuen Ideen anreichert, sondern bis zuletzt bei Handkeile und Schusswechseln bleibt, ermĂŒdet das Dauergeballer schnell. Ähnlich ermĂŒdend wie auch der Einsatz mĂ€ĂŸiger CGI-Effekte und -HintergrĂŒnde ist. So nett zB der Longtake auch sein mag - wenn alle 10 Sekunden ein billiger DigitalĂŒbergang die Illusion bricht, wirkt das elaborierte Theater eher wie viel gewollt statt viel gekonnt.