Freaks

Freaks ★½

Im Programm des Fantasy Filmfest 2019:

Eigentlich muss man gesehen haben, wie es die Macher von „Freaks“ schaffen, eine eigentlich richtig gute Idee unter der vielleicht miesesten Kinderrolle der gesamten Filmhistorie zu beerdigen, aber - dafür ist „Freaks“ dann einfach doch zu scheiße. Jede Sekunde, in der die junge Hauptdarstellerin auf der Leinwand zu sehen ist, habe ich inbrünstig gehasst - kreischend, heulend, bockend, meckernd schmollt sich die kleine Mistgöre von einer Szene zur nächsten und ist dabei derart chaotisch geschrieben, dass jegliche Plotprogression dauerhaft torpediert wird. Der Punkt, an dem die Handlung dann endlich in Fahrt kommt, ist dummerweise auch gleichzeitig der Startschuss für ein Sammelbad geradezu lächerlicher Storyturns. 

Das Worldbuilding von „Freaks“ bedient sich zwar mehr als offensichtlich bei den „X-Men“-Filmen, aber die Perspektive, die hier zumindest in der Theorie eingenommen werden soll, ist im Grunde durchaus reizvoll. Allerdings bleiben derartige Ansätze nie mehr als Wunschdenken: immer, wenn mal wieder etwas Interessantes passieren will, macht das Kind etwas Dummes und schon ist wieder Stillstand angesagt. Emile Hirsch und Bruce Dern mühen sich merklich ab, gegen das dümmliche Drehbuch anzuspielen, aber irgendwann dreht sich der Plot in derart absurde Regionen - da hilft dann auch keine Schauspieleklasse dieser Welt.