Peninsula

Peninsula ★★

„Ship to Busan“, „Skilift to Busan“, „Skateboard to Busan“ oder meinetwegen sogar „Räuberleiter to Busan“...jede dieser uninspirierten „wir machen alles nochmal ganz genauso“-Fortsetzungen wäre mir lieber gewesen als das hier. Innerhalb eines Subgenres in dem nun wirklich langsam alles zigmal auserzählt wurde, profitierte der Vorgänger immerhin von seinem begrenzten Setting und kondensierte so die Spannungsmomente clever auf einen Ort. „Peninsula“ erliegt nun dem üblichen Denkfehler vieler gescheiterter Sequels: Größer, krasser, epischer will er sein, Tatsache jedoch ist, dass das Zombietheater über große Strecken sterbenslangweilig ist. 

Vorbei ist die beklemmende Stimmung des Erstlings, plötzlich ist eine ganze Stadt Handlungsort, mit zig Charakteren, Parteien, sogar Bösewichten.  Statt Zombiespektakel verlieren sich rund zwei Drittel in banalen Dialogen, der Rest setzt sich zu gleichen Teilen aus spannungsarmen Actionszenen zusammen, weil mir die Schicksale sämtlicher Protagonisten völlig egal sind oder die CGI-Effekte wirken mal wieder als hätte jemand nen Film zum Call of Duty-Zombiemodus gedreht. Ohne Verständnis für Physik schlittern dann schwerelose Autos durch mittelprächtig animierte Apocalypse-Szenarien, irgendwas explodiert uuund der nächste, nervige Dialog steht an. Das ist durchgängig mindestens so blutleer wie Brad Pitts „World War Z“, aber sogar nochmal dröger als der - und das will schon was heißen..