Power Rangers

Power Rangers ★½

Na, habt ihr euch nach den ersten Trailern zum neuen "Power Rangers"-Film auch gedacht: "Wer zur Hölle hatte die Idee, 20 Jahre nach dem großen Hype nochmal ein Remake von einer TV-Serie zu drehen, die schon in den Neunzigern pures Cringe-Theater war?" Falls ja - braucht ihr nicht weiterlesen, denn "Power Rangers" erfüllt all eure Erwartungen. Vor allem die derer, die keine hatten.

Überraschend ist dabei höchstens, dass zwei, drei der Teenie-Ranger tatsächlich als Charaktere funktionieren und von passablen Schauspielleistungen getragen werden. Andere Namen wie Bryan Cranston oder Elisabeth Banks werden dafür völlig verschenkt.
Das Remake krankt insgesamt daran, dass man das quietschbunte Puppentheater der TV-Vorlage in einen halbwegs ernsthaften Rahmen pressen will. Hätte möglicherweise funktionieren können, aber eine klare Linie bezüglich der Tonalität findet Power Rangers nie.

Das Ende schlägt dem Trashfass dann den Boden aus: schreiende Teenager in Gummirüstungen kämpfen da plötzlich in ihren Roboterdinos gegen Goldor, den Gold...dingsbumms. Und das liest sich nichtmal annähernd so debil, wie es auf der Leinwand letztlich ist. Aber: in der alten TV-Serie war das ja noch genauso. Was mich wieder zur Ausgangsfrage zurückbringt - wer genau will das eigentlich 20 Jahre später nochma sehen?