Sound of Metal

Sound of Metal ★★★★

Als Hauptfigur Ruben zum ersten Mal bemerkt, dass sein Gehör plötzlich nicht mehr funktioniert, merke ich, wie sich mein Hals zuschnürt und nicht mehr locker lässt. „Sound of Metal“ erzählt derart eindringlich, so ungeschönt und roh wie es ist, von jetzt auf gleich einen der primären Sinne zu verlieren, dass über die Laufzeit eine Beklemmung aufbaut, die sich erst wieder mit der allerletzten Einstellung löst. 

Riz Ahmed spielt sich dabei förmlich die Seele aus dem Leib, er und der Film bleiben dabei aber immer unaufdringlich. Selbst harte Schicksalsschläge werden nicht mit großem Theater inszeniert, sondern wirken allein durch Ahmeds Augen. Verwirrung, Angst, Wut und doch auch Kampfgeist brennen darin, während sich der Makrokosmos eines Menschen allmählich in den Mikrokosmos einer Community wandelt, die seinem Leben völlig fremd sind.

„Sound of Metal“ erzwingt unweigerlich die Frage „Wie würde ich reagieren? Was würde ich tun? Was würde sich ändern?“ Und weil der Film Vieles ohne Worte zu nutzen transportiert, wirkt die Antwort darauf umso krasser nach. 
Ein toller Film!

BeHaind liked this review