Spider-Man: Into the Spider-Verse

Spider-Man: Into the Spider-Verse ★★★★½

Ich könnte hier jetzt wahnsinnig viel schreiben - oder fast gar nichts. Ich entscheide mich für Letzteres, denn "Into the Spider-Verse" ist ein furioses Spektakel für alle Sinne, das man ohnehin besser selbst erlebt. Ich hab tatsächlich eine Weile überlegt, wann ich das letzte Mal einen Animationsfilm im Kino erlebt habe, der mit sämtlichen anderen Vertretern derart den Boden aufwischt. Die frühen Pixar-Vertreter vielleicht? Eher noch im Animekino? Kaum möglich, Vergleiche zu finden..

Auch weil "Into the Spider-Verse" herrlich mutig ist - der Animationsstil ist seltsam, manchmal gewöhnungsbedürftig, aber unfassbar lebendig. Als würden die Comicpanels von einst ein Eigenleben entwickeln und förmlich auf die Leinwand explodieren. Das Regietrio des Films spielt mit den Möglichkeiten des Genres, verschmilzt einen verboten guten Soundtrack mit einem Tempo und Timing, dass seines Gleichen sucht.

Und anders als etwa "Die Unglaublichen 2" oder "Ralph wrecks the Internet", die alle meist nur von Moment zu Moment funktionieren, ist das hier von hinten bis vorne einfach nur toll. Die Geschichte hat keine Hänger, die Charakter-Arcs sind klasse, die Nebenfiguren könnten minimal mehr Tiefe vertragen, aber die wirklich cleveren Gags und Popkulturreferenzen sitzen auch noch im letzten Drittel des Films - da, wo nahezu jeder große Blockbuster versagt.

Das hier ist groß! Selten, dass sich Style und Klasse so harmonisch vermengen. Und ich verspreche euch: einen ähnlichen Animationsfilm habt ihr noch nicht gesehen.