The Unbearable Weight of Massive Talent

The Unbearable Weight of Massive Talent ★★½

Ja, ich weiß: das hier ist mit nem doppelten Augenzwinkern erdacht und will wirklich ganz doll Kult werden. Und ja, die Prämisse liest sich als einzelner Satz in der Pressemitteilung schön schmissig weg. Und klar, Nic Cage ist so auf eine weirde Art immer unterhaltsam, selbst in richtig miesen Filmen. Aber nein - mir reicht dieser „hihi, wir sind voll meta“-Ansatz leider nicht.

„Massive Talent“ ist eigentlich zwei Filme in einem. Der erste erzählt von Nicolas Cage oder zumindest der Version von ihm, die Regisseur Tom Gormican in ihm sieht. Gezeigt wird ein wenig Privatleben, ein paar In-Gags spielen auf frühere Werke an, insgesamt bleibt dieser Part aber zahnlos. Kein Drama, keine Satire, keinerlei neue Blickwinkel auf Cages Karriere. Damit wird schnell deutlich, dass die „Cage spielt sich selbst“-Prämisse ein reines Gimmick ist, mit dem nie wirklich gearbeitet wird. Stattdessen dient das kurze Intro lediglich als halbherziges Setup für die zweite Filmhäfte.

Spätestens im zweiten Akt wird klar, dass die eigentliche Idee den Film nicht einmal für 30 Minuten trägt - hier wird „Massive Talent“ dann plötzlich zu einer unausgegorenen Mischung aus Buddymovie und Agentenkomödie, die Cage-Metaebene löst sich nahezu auf. Das Agentengedöns wird gegen Ende derart dominant, dass es praktisch jeden Humor, jede Leichtigkeit aus der Handlung saugt. Und wirklich funktionieren will der aufgesetzte Crime-Quatsch auch nicht - die Nummer vom Agenten wider Willen, der plötzlich in einen „echten“ Kriminalfall gesogen wird, inklusive Verwechslungen und falsche Fährten, ist uralt.

Und dann ist da noch die beste Idee des Films - ein Zwiegespräch mit dem jüngeren Selbst. In diesen knappen Momenten ist „Massive Talent“ das, was ich mir erhofft hatte: clever, einfallsreich und nostalgisch ohne zur Fan-Phantasie zu verkommen. Aber dann spinnen sich Pedro Pascal und Cage wieder mit platten Gags durch eine planlose Gangsterchose und ich bin erneut raus.

Der Gag mit der Wand aus dem Trailer wird da nicht ohne Grund als Highlight verkauft. Wenn ihr den zum Schreien findet - go for it. Falls nicht, schaut lieber die Promointerviews von Cage, die gerade zum Start des Films überall laufen - da habt ihr mehr von.