Tom Clancy's Without Remorse

Tom Clancy's Without Remorse ★★½

Ein bisschen irritiert mich schon, dass Stefano Sollima, Regisseur von „Sicario 2“ und Taylor Sheridan, einer der für mich aktuell besten Drehbuchautoren Hollywoods, zu derartigem Durchschnitt überhaupt fähig sind. „Without Remorse“ ist schick bebildert, da wird’s dann aber auch schon eng mit den Vorzügen.

Die zugrunde liegende Prämisse vom Ex-Militär-Macho, der mal wieder in die Mühlen des Systems geraten ist und sich nun zu des Rätsels Lösung durchwütet, ist so alt wie das Genre selbst. „Without Remorse“ weiß damit kaum etwas Neues anzufangen, skurrilerweise verliert sich der angedeutete Racheplot dann sogar und wird ab der Hälfte zu einem völlig unebenen Gemisch aus Agententhriller, HighOctane-Action und Militärtaktik. Ein bisschen so, als hätte jemand drei verschiedene Tom Clancy-Videospiele einfach übereinander gelegt.

Michael B. Jordan macht das schon irgendwie ganz gut, irgendwie bleibt seine Figur aber auch relativ egal. Der Rest des Casts fällt nicht weiter auf, Charakterentwicklungen gibt‘s hier eh nicht. Die Action hat aber wumms und ist klar gefilmt. Aber auch hier wieder: es gibt nichts zu sehen, was andere Filme nicht schon x-mal gemacht hätten.