• Mortal Kombat

    Mortal Kombat

    ★★

    Simon McQuoid wird seit Wochen durch den Pressezirkus getrieben, um Promo für sein „Mortal Kombat“-Reboot abzuspulen und dabei fällt immer wieder dieser eine Satz, über den ich einfach nicht hinwegkomme: „Wir haben uns bewusst gegen die Turnier-Struktur entschieden, damit wir noch Material für die Fortsetzung haben.“

    McQuoid sagt diesen Satz mit einer nonchalanten Nebensächlichkeit, die klar macht - das ist ihm nicht mal eben so rausgerutscht, das ist ganz ernst gemeintes PR-BlaBla. Vor allem macht es klar, dass es den…

  • Things Heard & Seen

    Things Heard & Seen

    ★½

    Amanda Seyfried hat diese Rolle freiwillig angenommen! F. Murray Abraham sagt all diese Dialoge, ohne dass ihm jemand eine Pistole in den Mund hält!! Jemand hat entschieden das hier auf Netflix zu veröffentlichen!!!

    DAS...ist hier der eigentliche Horror!!!!

  • The Mitchells vs. The Machines

    The Mitchells vs. The Machines

    ★★★½

    Die gesamte Zeit über werden die Mitchells als außerordentlich dysfunktional und „anders“ beschrieben, aber eigentlich ist die vermeintliche Chaos-Family sogar derart normal, dass es sich mehr so anfühlt, wie in einer dieser Facebook- oder Twitter-Bios, in denen mal wieder jemand über sich selbst feststellt: „Bin ein bisschen verrückt.“ - hier wie dort bleibt es nie mehr als reine Behauptung.

    Was nicht heißt, dass diese Familie nicht echt liebenswert wäre, aber so richtig durchdacht oder geradlinig ist die Charakterzeichnung bei keiner…

  • Saint Maud

    Saint Maud

    ★★★½

    Die Bilder sind von albtraumhafter Schönheit, der Score knarzt und sägt wie drei Tage Unwetter und der Castingmanager darf sich für die Auswahl von Morfydd Clark bitte dreifach bejubelt fühlen. „Saint Maud“ ist genau meine Sorte Film - ich liebe Horror, der mir nicht mit Katzen aus dem Wandschrank kommt, sondern schleichend ins Mark kriecht. Ich liebe verdichtete, schaurig-schreckliche Szenengemälde, die gerne auch ohne Monster, Gewaltausbrüche und Schocks auskommen dürfen, wenn dafür ein tiefes Unbehagen aus jeder Einstellung durchsickert. Und…

  • Voyagers

    Voyagers

    ★½

    Ich weiß noch, als ich nach Neil Burgers "Limitless" dachte: "Uh, der Regisseur ist spannend - was der wohl als Nächstes macht?"

    Nach "Voyagers" möchte ich das nun nicht mehr wissen.

    Das hier ist "Herr der Fliegen" in schnarchig, zutiefst hanebüchen, plump und unnuanciert. Subtexte werden durch flashige Stockfootage erdrückt, Charaktere sind reine Schablonen, Zeit zum Atmen hat hier weder das Tempo, schon gar nicht die Glaubwürdigkeit. Diese Geschichte von der Natur des Menschen ist allerhöchstens eine Geschichte von der Natur der Ideenlosigkeit und Zweitverwertung großer Klassiker, die im Writing-Staff offenbar niemand verstanden hat.

  • The Kid Detective

    The Kid Detective

    ★★★½

    Schöne Überraschung: „The Kid Detective“ ist ein als zynische Komödie getarnter Neo-Noir-Krimi, der regelrecht frech mit Erwartungen spielt, Tropes auf den Kopf stellt, Genrestandards gleichzeitig bedient und unterminiert, den Hauptcharakter zum Normalo degradiert und am Ende trotzdem einen spannenden Fall auftischt, dessen Ausgang ich nicht habe kommen sehen. Das „Finale“ ist simpel und dennoch effektiv, der Humor teils herrlich subversiv und das Drehbuch traumhaft vertrackt. Ein paar Längen zum Trotz ein richtig kompetentes Regiedebüt.

  • Nobody

    Nobody

    ★★★

    „Wo wollen die mit der Nummer eigentlich hin?“, ein Gedanke, der mir gleich mehrfach während „Nobody“ durch den Kopf ging. Zunächst mal: ich mag Bob Odenkirk als desillusionierten Familienvater sehr, noch mehr sogar als angepissten Actionhelden. Odenkirk ist dann mehr wie Clint Eastwood als Keanu Reeves, stoisch und zynisch, aber das empfinde ich als klare Stärke.

    Etwa ab der Hälfte merkt man dann aber, dass „Nobody“ irgendwie der Fokus fehlt. Einerseits spielt das hier teils so streng nach den Regeln…

  • Final Voyage

    Final Voyage

    ★★★½

    Gesehen beim Shivers Filmfestival der Rocketbeans. Falls ihr auch wollt - hier klicken.

    8 Jahre wurde an „Das letzte Land“ gedreht, mit Hilfe von Kickstarter kamen mickrige 20.000 Euro zusammen, in den Credits habe ich 26 unterschiedliche Personen gezählt. Regisseur Marcel Barion erzählt im kurzen Vorstellungsclip beim Shivers Festival folgerichtig, es habe praktisch an allem gefehlt während der Dreharbeiten.

    Was dem Team jedoch nicht fehlte ist ganz offensichtlich: eine unbedingte Liebe für den Stoff, das Genre, den Film als Ganzes. Für…

  • Spree

    Spree

    ★★

    Gesehen beim Shivers Filmfestival der Rocketbeans. Falls ihr auch wollt - hier klicken.

    „Spree“ müsste eigentlich genau meine Sorte Film sein: eine scharfe, richtiggehend giftige Kritik am Social Media-Wahn um Likes und Anerkennung, die einem System, das den Verlust jeder Moral und Menschenwürde fördert und regelrecht zelebriert, den Spiegel vorhält..? Immer her damit!

    Im Mittelpunkt steht dummerweise eine Figur, die derart kalt und irrational agiert, dass es unmöglich ist, einen emotionalen Zugang zu finden. „Spree“ hat sich so auf seine…

  • Boss Level

    Boss Level

    ★★½

    Es ist ein bisschen tragisch: irgendwo, unter ganz viel Ungereimtheiten und Mittelmaß, versteckt sich in „Boss Level“ ein Film, der deutlich mehr als „nur okay“ ist. Ich mag das Zeitschleifen-Gimmick, weil es vielen Filmemachern ihre kreativsten Leistungen entlockt. Und „Boss Level“ hat gute Ansätze. Immer mal wieder, in einigen der charmant-humorigen Actionmontagen, den Charakterinteraktionen oder der zwar ungelenk aufgestülpten, aber dennoch wohligen Vater-Sohn-Plotline, blitzt hier was richtig Gutes auf.

    Aber so richtig ersichtlich wird letztlich nicht, welche eigene Idee der…

  • The Empty Man

    The Empty Man

    ★★★½

    Der Trailer beginnt mit einer Prämisse, die fast lachhaft hanebüchen ist: Wer auf einer Brücke eine leere Flasche findet und dann hineinbläst, der...beschwört den „Empty Man“. Uff. Dazu reicht ein weiterer Blick auf das nichtssagende Poster, den generischen Namen, selbst die Tagline und es wird deutlich - „The Empty Man“ ist eine dieser hohlen Urban-Legend-Nummern, die allesamt nach Schema F funktionieren. „The Bye-Bye Man“, „Slenderman“, „The Midnight Man“ - spannend war das zuletzt 1992 in „Candymans Fluch“.

    Das Ding ist:…

  • Thunder Force

    Thunder Force

    ½

    Hahaha. Zwei Frauen, die aber beide ganz doll..kihihihi...ganz doll dick sind, werden zu Superheldinnen..hoho. Die eine ist ganz doll laut und aufgeregt und schreit fast alle ihrer Sätze in die Kamera, die Andere ist immer voll genervt deswegen und rollt dann mit den Augen weil...muhaha...die Andere so krass nervig ist. Haha, Megawitzig!! Wirklich! Glaubt ihr nicht? Dann hier eine kleine, aber feine Auswahl der knallerigsten Knallergags:

    Minute 21: Melissa McCarthy läuft gegen eine Glastür. Superlol ey!

    Minute 25: jemand weiß…