BeHaind has written 81 reviews for films during 2019.

  • Frozen II

    Frozen II

    ★★½

    Ich denke bei solchen Filmen häufig: „David, du bist nicht die Zielgruppe, dir muss er nicht gefallen.“ Deshalb haben sich Filme wie „Frozen 2“ über die Jahre als Grund herauskristallisiert, weshalb ich das Animationskino immer häufiger meide. Zwischen all den Adams Families, Pets, Yetis, Grinches und sonstigen Knuffeltierchen finden sich immer seltener Geschichten, die es für meinen Geschmack wirklich wert sind erzählt zu werden. Die ein bisschen mehr erzählen als „Hihi, guck mal, der Schneemann ist hingefallen“.

    Und doch gibt…

  • Portrait of a Lady on Fire

    Portrait of a Lady on Fire

    ★★★★½

    Zärtlich, sanft, einfühlsam, klug, unendlich schön, unendlich tragisch, kraftvoll, leidenschaftlich, echt, ehrlich, vortrefflich geschrieben, noch besser gespielt, brillant beobachtet, hochgradig romantisch und erotisch. Ich muss erstmal meine Fassung wieder sammeln...

    Was für ein wundervolles Kunstwerk!!

  • Hustlers

    Hustlers

    Prätentiöser Bullshit, der die erste Stunde ungelogen gar nichts erzählt und den Rest mit Geschichten zukleistert, wie sie selbst „Modeschmuck Barbie“ nicht debiler durchleben könnte. Vor allem handwerklich einfach nur plump - die Kamera, die Dialoge, das Schauspiel...alles tiefstes 1995 gemischt mit jedem Rapvideo der letzten 20 Jahre. Keine Handlung, keine interessanten Figuren und obendrein mit bedenklicher Geschlechterzeichnung durchzogen. Verhoevens legendär schlechter „Showgirls“ ging wenigstens als Trashtheater durch, Demi Moores „Striptease“ immerhin als bemüht. „Hustler“ ist hingegen ganz einfach nur…

  • Scary Stories to Tell in the Dark

    Scary Stories to Tell in the Dark

    ★★½

    Meh-y Stories in the Dark. 
    Non-scary Stories of the Schnarch..
    Schnarchy Schnarch of schnarchschnarchbla...

    Ich suche seit Stunden nach alternativen Namen für diese unsauber inszenierte, leidlich spannende Schreckstunde fürs KIKA-Nachmittagsprogramm, gebe jetzt aber einfach auf und mache ein weiteres Kreuz auf der „Guillermo Del Toro auf der Packung ist auch weiterhin kein Gütesiegel“-Liste.

  • Midway

    Midway

    Vielleicht mal eine kleine Faustregel für Herrn Emmerich: wenn ich kein Geld für eine der größten Schlachten des Pazifikkrieges habe, dann ist es vermutlich für alle Beteiligten besser, wenn ich KEINEN Film über eine der größten Schlachten des Pazifikkrieges drehe.

    „Midway“ erscheint im modernen Kino beinahe als Exot, der so eigentlich nur von einem Regisseur gedreht werden kann, der die letzten 10 Jahre unter einem Stein gewohnt hat und die amerikanische Mentalität selbst nur aus Filmrelikten der Neunziger kennt. Penetranter…

  • The King

    The King

    ★★★★

    Ich habe offenbar einen „Softspot“ für Historien-Kriegsdramen in denen Sean Harris stoisch in der Ecke steht, Adam Arkapaw unfassbare Gemälde aus Landschaftsaufnahmen, schmutzigen Gesichtern und diffusem Kerzenlicht zeichnet und euphorisierte Gefolgsleute in Siegestaumel verfallen. „All Hail, the King“ indeed. Und statt wie in „Macbeth“ dieses Mal sogar mit Dialogen, die man auch verstehen kann.

    Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass mein Softspot hier abermals Timothy Chalamet lautet, der gerade jeden Film krönt und hier abermals aufzeigt, warum er die Zukunft Hollywoods…

  • Dolemite Is My Name

    Dolemite Is My Name

    ★★★½

    Ich weiß, ich weiß - Eddie Murphy ist zurück, aber...wo war denn bitte Wesley Snipes all die Jahre?!! DAS Comeback des Jahres.

    Anyway: schönes, kleines Quasi-Biopic, dem es für meinen Geschmack zwar zu sehr an Ecken, Kanten und Tiefe fehlt, aber das macht der Film immerhin mit viel Leidenschaft und guter Laune wieder wett. Und wie gesagt: Wesley Snipes!

  • Terminator: Dark Fate

    Terminator: Dark Fate

    ★★

    Die gute Nachricht zuerst: Terminator: Dark Fate ist von allem Fortsetzungen seit Terminator 2 definitiv die handwerklich sauberste. Vergleichen mit Terminator 3 oder 5 sind Look, inszenatorische Leistung und Produktionswert definitiv eine Stufe aufgestiegen. Die schlechte Nachricht: viel mehr Gutes gibt es hier nicht zu berichten.

    Während der ersten Hälfte ist das hier einfach nur Terminator 2…einhalb. Nach einem durchaus eher überraschenden Opening, dass zwar direkt zum Einstieg massive Logikprobleme offenbart, immerhin aber nicht uninteressante Ansätze liefert, wird für die nächste…

  • Doom: Annihilation

    Doom: Annihilation

    ½

    Wer hätte gedacht, dass es möglich ist, den ersten „Doom“-Film nochmal in scheiße nachzudrehen. „War der nicht auch schon grober Unfug“, werdet ihr jetzt fragen. Jawoll - war er, aber da habt ihr noch gar nichts gesehen. „Doom - Die Auslöschung“ ist nicht nur ein völlig unnötiger Aufguss des ebenfalls schon völlig unnötigen Vorgängers, er ist auch billig, dumm und derart ziellos, dass ich am Ende nicht einmal verstanden habe, was hier überhaupt ausgelöscht werden soll...von ein paar Gehirnzellen beim…

  • Maleficent: Mistress of Evil

    Maleficent: Mistress of Evil

    ★★★½

    Ich mochte den Ersten sehr. Sehr! Klassische Märchen drücken bei mir offenbar ein paar Knöpfe, die sonst eher ungenutzt bleiben. Dem Rest der Welt ging es da scheinbar anders, wenn ich mir den Wertungsdurchschnitt ansehe. 

    Einen zweiten Teil hätte ich eigentlich nicht gebraucht - zuletzt hatte ja etwa das dröge „Snow White and the Huntsman“-Sequel ein klares Statement wider aufgekochter Erfolgsformeln abgegeben. „Maleficent 2“ ist aber, ähnlich dem Original, ein ganz zauberhaftes Märchen mit drolligen Kreaturen, quietschbunten Feenwäldern, verspielter Musik…

  • Fractured

    Fractured

    ★★½

    Quizfrage:
    Was bekomme ich, wenn ich „Coma“, „Flight Plan“, „Shutter Island“, „Breakdown“, „Ambulance“, „Unknown Identity“ und jeden anderen „Person verschwindet spurlos“-Reißer zusammen werfe - und dann den Drehbuchautor von „The Marine 4“ und der „Tekken“-Videospielverfilmung von der Leine lasse?

    Exakt: „Fractured“. Thrillerkino nach Schablone, dass nicht nur erzählerisch einfach nur die üblichen Versatzstücke jongliert, sondern auch inszenatorisch so sehr Malen nach Zahlen ist, dass man jeden Twist ab der Eröffnungsszene gegen den Wind wittert. Regisseur Brad Anderson macht sich gar…

  • Ford v Ferrari

    Ford v Ferrari

    ★★★★

    Kommt zu Beginn etwas langsam aus der Startbox, wird dann aber mit jeder gefahrenen Meile besser. Fährt dann mit vollem Tempo durch die Zielgerade und...da gehen mir auch schon die dümmlichen Wortspiele aus.

    Von daher lieber in aller Kürze: Schaut „Ford vs Ferrari“! Ist ein von großer Spielfreude und Leidenschaft für rasantes Kino getragenes Ensemblestück, das gegen Ende schwer mitreißt und einfach grundsympathisch ist.