BeHaind has written 20 reviews for films rated ★★ during 2021.

  • Spider-Man: No Way Home

    Spider-Man: No Way Home

    ★★

    Hier gibt’s die Video-Kritik: youtu.be/33zQnxXaqUw


    Hollywood hat gerade nicht wenige Probleme. Aber eines der größten ist weit älter als die Pandemie und vor allem selbstgemacht. Weil man sich eine Umgebung erschaffen hat, in der Filme Milliarden einspielen MÜSSEN, am besten direkt am Startwochenende, um profitabel zu werden, lässt sich ein Teil der Industrie willentlich in Geiselhaft nehmen. Da wo früher Drehbuchautoren einer eigenen, klaren Vision folgten steht mittlerweile lediglich die Erfüllung feuchtester Fanträume vornan - immerhin hängt von deren Gunst ja ab,…

  • Monster Family 2

    Monster Family 2

    ★★

    Lieber Gott, bitte mach das Joko Winterscheidt nie wieder eine animierte Lebensform synchronisieren darf. Danke

  • Finch

    Finch

    ★★

    „Finch“ steht und fällt mit der Frage, ob man Roboter Jeff erträglich findet oder nicht. Ich für meinen Teil fand den von Caleb Landry Jones gesprochenen Schrotthaufen furchtbar nervig. Was halt dann zum Problem wird, wenn es neben Tom Hanks keine weiteren Rollen gibt, der Film dann aber noch volle zwei Stunden läuft.

    In diesen zwei Stunden passiert original gar nichts - hier mal ein Sandsturm, da ein angedeuteter Überfall, der dann letztlich aber gar keiner ist, weil hier ja…

  • Army of Thieves

    Army of Thieves

    ★★

    „Army of Thieves“ ist besser als „Army of the Dead“, das kann man direkt voran stellen. Allerdings: es gibt Mocumentary-Blödsinn von The Asylum, der besser ist als Zack Snyders Magnum Doofus. Matthias Schweighöfer geht sein Spinoff aber zumindest mit einer spürbaren Lockerheit an, die erträglicher macht, was da auf dem Bildschirm passiert. Denn das muss man direkt anfügen: gut ist „Army of Thieves“ natürlich trotzdem nicht.

    Da wäre erstmal das ganz grundlegende Problem, dass Schweighöfers Figur, Dieter Irgendwas, die x-te…

  • Night Teeth

    Night Teeth

    ★★

    Disneys „What If“, heute mit der Folge: „Was wäre, wenn Michael Mann „Colateral“ nicht mit Tom Cruise und Jamie Foxx, sondern einer Horde zugekokster Instagram-Influenzer gedreht hätte, die von A nach B fahren, ohne dass etwas passiert, während fleißig rumgeschnulzt wird, gefilmt vom Kameramann von Michael Bay und das Drehbuch besteht aus zusammen geklebten Inhaltsangaben hunderter anderer Filme, damit jeder Anflug von Originalität direkt im Keim erstickt wird. Achso: Vampire!!“

  • Venom: Let There Be Carnage

    Venom: Let There Be Carnage

    ★★

    Zur Video-Kritik: youtu.be/-_yPS98lpF4


    Ich hab offen gestanden keine Ahnung, warum der erste Teil zum Sensationserfolg geworden ist. Noch weniger sogar, warum Teil 2 zum US-Start sogar neue Rekorde geknackt hat - es gab also ein Millionenpublikum, das nach „Venom“ ernsthafte Vorfreude auf einen weiteren Ausflug in den Schauspiel-Kindergarten hatte. Das ist das Kino, das wir uns wünschen. Also bekommen wir es eben.

    Was soll man da schon erwarten für einen zweiten Teil, wenn das Publikum den Machern signalisiert: wir nehmen…

  • Earwig and the Witch

    Earwig and the Witch

    ★★

    Studio Ghibli, das Studio hinter Filmen, die vor Fantasie, Detailverliebtheit, Ideen und visueller Pracht strotzten, macht nun Sachen, die aussehen wie diese billigen TV-Produktionen, die tagsüber auf KIKA in Dauerschleife laufen. Subtexte fehlen, Analogien, Metaphern. Vorbei sind die Zeiten als Ghibli-Filme auch Statement sein konnten, Erwachsene wie Kinder gleichermaßen beglückte. Das hier ist sterbenslangweilig, nicht mehr, nicht weniger.
    Hayao Miyazaki schämt sich vermutlich für seinen eigenen Sohn gerade zu Tode. Anders kann es unmöglich sein.

  • Kate

    Kate

    ★★

    Frau arbeitet als Profikillerin, weil man das im Actiongenre offenbar machen muss, um nicht aus der Rolle zu fallen, wird auf ihrem letzten Auftrag (klar, wann sonst) aber vergiftet und hat nun noch genau einen Tag um…ähm, ja was eigentlich? Rache zu nehmen? Antworten zu finden? 

    Die Ziele von „Kate“ sind so unklar wie die Actionszenen, in denen Figuren oft mit dem Rücken zur Kamera stehen, Schläge, Stiche, Tritte komplett verdeckt werden und die gar nicht mal üble Choreografie durch…

  • Sweet Girl

    Sweet Girl

    ★★

    Eher müdes Gegurke von A nach B, dessen „Helden“figuren als Identitätsfläche völlig missraten wirken und eine Rechtfertigung für ihre durchaus fragwürdigen Taten einzig durch eine eher beliebig draufgeklatschte Anti-Pharma-Message erzwungen werden soll. Die Action wackelt sich wieder fleißig eins ab und am Ende gibt’s dann einen Twist, der dermaßen absurd erscheint - da wird aus einem weitestgehend durchschnittlichen Thriller dann doch noch etwas Erinnerungswürdiges. Leider aus den falschen Gründen.

  • Jolt

    Jolt

    ★★

    Mir war bis kurz vor Schluss nicht klar, ob „Jolt“ eine Parodie auf Filme wie „Crank“ und „Atomic Blonde“ sein sollte oder ob den Quatsch tatsächlich irgendjemand so richtig ernst gemeint hat. Das Tempo, die Geschichte, die Prämisse - alles ist hier so absurd überdreht, dass es schlicht lachhaft wirkt. Und doch…das kann doch nur Absicht gewesen sein. Oder?!

    Die Dialoge zB bestehen ausschließlich aus Phrasen und coolen Pickup-Lines, die so kein echtes Lebewesen jemals aussprechen würde. Richtig unangenehm ist…

  • Space Jam: A New Legacy

    Space Jam: A New Legacy

    ★★

    Zur Video-Kritik: youtu.be/M9js4lSGbjk

    „Da bin ich wohl nicht die Zielgruppe für“, brabbelte ich der netten Pressevertreterin beim Verlassen des Kinos entgegen, als wissen möchte, ob mir „Space Jam 2: A New Legacy“ denn gefallen habe.

    Natürlich ist das Unsinn. Als wäre ich nicht auch voll in der Zielgruppe für gut gemachtes Kino, schöne Geschichten und tolle Action. Und als ich dann vergangenes Wochenende „Die Croods 2“ im Kino sah, dämmerte es mir wieder. Nicht ich bin es, den man nicht…

  • F9

    F9

    ★★

    Zur Video-Kritik: youtu.be/7XI-K44ZN00

    Ja gut, was soll ich sagen? Dass „Fast & Furious“ unlogisch ist? Dass die Formel immer dieselbe zu bleiben scheint? Dass Fans mit primitiven Triggerreizen wie dem endlosen Heraufbeschwören eines Familiengefühls, leicht bekleideten Partygirls, dröhnenden Motoren und der obligatorischen Corona-Werbeästhetik am Ende bei der Stange gehalten werden? Oder dass die Darsteller von Teil zu Teil müder, satter und ausgebrannter erscheinen? 

    Und doch ist es bemerkenswert, dass „F9“ selbst auf dieser Messlinie noch einmal nachjustieren muss und damit als…