• The Eyes of Tammy Faye

    The Eyes of Tammy Faye

    ★★★½

    „Pam & Tommy - Die Bibelversion“ aka „The Eyes of Tammy Faye“ ist eine Geschichte über zwei schräge Vögel, die sich Hals über Kopf ineinander verlieben und gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgehen. Statt Pornofilmen geht‘s hier um religiösen Fanatismus, aber sehr weit entfernt von der kürzlich veröffentlichten Serie über Pamela Anderson und Tommy Lee ist das hier nicht. Auch weil Tammy Faye zunächst als eher einfältig gezeichnet wird und dann in der zweiten Hälfte die große Wandlung durchmacht. 

    Ab hier wird „Eyes…

  • Ambulance

    Ambulance

    ★★

    Zur Videokritik: youtu.be/tRj97H556o4

    Ein Gedanke, der mir mehrfach während „Ambulance“ kam, Michael Bays Remake der dänischen Gangsterkomödie „Ambulancen“ von 2005, war die Frage, was Bay wohl dazu bewegt haben mag, ausgerechnet diesen Film neu aufzulegen. Ich hab die Vorlage nicht gesehen, aber schon der Trailer lässt erahnen, dass diese vielschichtiger und humorvoller ist. Bay hat diese Idee nun auf ihre grundlegendste Version herunter gebrochen - Bankräuber, Fluchtfahrzeug, Polizei. Was es daran zu remaken gab? Man weiß es nicht.

    Bays Stil zu…

  • Deep Water

    Deep Water

    ★★

    Furchtbare Menschen führen furchtbare Beziehungen, in einem Erotik-Thriller, der ein, zwei banale Nackedei-Szenen mit echter Erotik verwechselt und für die Bezeichnung Thriller erstaunlich wenig Thrills oder Spannung auffährt. Das absurde Miteinander zwischen Ana de Armas und Ben Affleck erhält nie den nötigen Kontext, um halbwegs nachvollziehbar zu wirken, beiden fehlt jegliche Chemie miteinander, was umso erstaunlicher ist, da beide zur Zeit des Drehs liiert waren.

  • Black Crab

    Black Crab

    ★★★

    Visuell starker, gut gespielter Endzeit-Thriller mit durchaus packendem Setting, dem es an Logik mangelt. Der Plot ist arg konventionell, aber dafür straight forward und kompromisslos.

  • Turning Red

    Turning Red

    ★★½

    Probleme pubertierender Mädchen, als überdrehte Allegorie inszeniert, die etwa so cringe wirkt wie das Wort cringe selbst. Die aufdringliche Message muss sich immer wieder doofem Gealber unterordnen, die Figuren wirken überzeichnet, auf emotionaler Ebene  bleibt „Turning Red“ echte Gefühle schuldig. 

    Ähnlich wie „Luca“ vergangenes Jahr eine reichlich dröge Nummer.

  • The Adam Project

    The Adam Project

    ★★★

    Zur Videokritik: youtu.be/H8A2031zZOY

    Ryan Reynolds und Shawn Levy - das macht irgendwie Sinn. „Adam Project“ ist nicht ansatzweise so sympathisch und verspielt wie es „Free Guy“ war, aber man merkt, dass Reynolds unter Levys Fuchtel angenehm im Zaum gehalten wird bzw sich sein „Humor“ den Charakteren unterzuordnen hat. Die Science-Fiction ist weitestgehend Quatsch, die Frauenrollen wieder völlig verschenkt, aber gut - man nimmt was man kriegt auf Netflix. In deren Katalog ist das hier noch einer der stärkeren Beiträge.

  • The Batman

    The Batman

    ★★★★

    Zur Videokritik: youtu.be/WiIqDWQZ6Iw

    Ich hab wirklich alles Mögliche erwartet: den schnellen, uninspirierten Cashgrab, eine Nolan-Kopie, eine verjugendlichte Young Adult-Version, ein CGI-Ballerfest - aber nicht, dass „The Batman“ in seinen drei Stunden Laufzeit ein gemächliches Detektivdrama erzählt und nur in zweiter Linie als Superheldenfilm funktioniert. Gotham atmet und bebt wie ein eigener Charakter, der die anderen Figuren fast zu sehr zur Seite drängt. Selina Kyle? Egal! Carmine Falcone? Auch nur kurz zu sehen. Der Pinguin? Brillant von Colin Ferrell verkörpert, aber…

  • Studio 666

    Studio 666

    ★★★

    Als jemand, der die „Foo Fighters“ zigfach live erlebt, ihre ersten Alben rauf und runter gehört hat und Dave Grohl schon bei „Nirvana“ irre cool fand - kann ich „Studio 666“ überhaupt unvoreingenommen gucken?

    Egal! Ich wollte Spaß, den hab ich bekommen. „Studio 666“ ist natürlich heillos quatschig, mit Schauspielleistungen, die immer wieder an besser produzierte YouTube-Videos erinnern und einem Plot, der…na sagen wir, existiert.

    Aber es ist dennoch ein ordentlicher Genrevertreter - und das hatte ich ernsthaft nicht erwartet.…

  • Texas Chainsaw Massacre

    Texas Chainsaw Massacre

    ★★

    Texas Chainsaw Massacre ist als hätte jemand die Anfangsszene von „Blade“ gesehen und gesagt: „Weißte was - daraus mach ich nen 90 Minuten Film.“ Die Musik dröhnt wie innem Technoclub, irre laut, alle schreien, das Tempo ist rasend hoch und irgendwann regnet es halt nur noch Blut. Und irgendwie hat das die niederen Triebe im Gorehound in mir schon aktiviert - das Gemetzel ist schön kompromisslos, die Effekte immerhin nett. 

    Allerdings hat die Reihe in Punkto Gewalt schon ganz andere…

  • Uncharted

    Uncharted

    ★★½

    Zur Videokritik: youtu.be/iD9ZdGE3Mmw

    Erinnert ihr euch noch an die legendäre Technoclub-Szene in “Uncharted”? Oder diesen einen Moment, als Nathan Drake per SMS lustige Smileys an Sully versendet und ihm eine Katze aus dem Internet bestellt? Nicht? Na gut, erwischt - diese Momente gab es in den Spielen nie, dafür aber nun in der lange geplanten Videospielverfilmung von Sony Pictures. Ein Studio, das dafür bekannt ist, Filme wie “Spider-Man” mit aller Macht auf die jugendliche Zielgruppe zuzuschneiden. Und dazu gehören neben…

  • Bigbug

    Bigbug

    Es gibt die Filme, die sind es einfach nicht wert, dass man seine Zeit mit ihnen verschwendet - wenn Figuren wie stumpfe Marionetten geschrieben sind, der Plot wirr oder dröge oder dämlich oder alles zu gleichen Teilen ist, dann weiß ich meist schon nach der Hälfte, dass ich den Film beenden oder das Kino verlassen kann. 
    Es gibt aber auch diese andere Art von „schlecht“, die ist wie ein Unfall. Man windet sich vor Entsetzen ob der gezeigten Scheißigkeiten, aber…

  • Hanau: Germany in Winter

    Hanau: Germany in Winter

    ½

    Das Ding mit Uwe Boll ist halt, dass er sich selbst zu gern als Stimme des Anstandes sieht, als der, der die Dinge anspricht, der sich was traut, der den Eliten da oben wie ein Furz quer sitzt, jadda jadda jadda. In meinen Augen ist Boll ein frustrierter Schreihals, der um jeden Preis gehört und gesehen werden will und dafür unweigerlich über die Stränge schlägt, weil echte Aufmerksamkeit erlangt man nur, wenn es richtig unangenehm wird, so seine Idee. Damit ist…