BeHaind has written 23 reviews for films rated .

  • Interceptor

    Interceptor

    Das Schlimmste an Netflix ist, dass nicht nur Unsummen in höchstens mittelmäßige Filme gesteckt werden, sondern dass falls einer davon dann mal halbwegs erfolgreich ist, bekommen die Beteiligten danach Carte Blanche - heißt: mehr Geld für mehr Unfug, inszenieren dürfen dann die Kumpels, die Ehepartnerin darf die Hauptrolle spielen und die Hauskatze läuft vermutlich irgendwo auch mal durchs Bild.

    Willkommen also zum Chris Hemsworth Cinematic Universe, der dank des Netflix-Überraschungserfolges „Extraction“ (inszeniert von seinem Stuntdouble!) nun den Produzenten gibt, Regie…

  • Bigbug

    Bigbug

    Es gibt die Filme, die sind es einfach nicht wert, dass man seine Zeit mit ihnen verschwendet - wenn Figuren wie stumpfe Marionetten geschrieben sind, der Plot wirr oder dröge oder dämlich oder alles zu gleichen Teilen ist, dann weiß ich meist schon nach der Hälfte, dass ich den Film beenden oder das Kino verlassen kann. 
    Es gibt aber auch diese andere Art von „schlecht“, die ist wie ein Unfall. Man windet sich vor Entsetzen ob der gezeigten Scheißigkeiten, aber…

  • Scream

    Scream

    Zur Video-Kritik: www.youtube.com/watch?v=nco6xhcbijg

    Der Entwicklung des Kinos zuzusehen ist aktuell faszinierend und erschreckend zugleich: sogenannte Legacy-Sequels scheinen die einzig adäquaten Mittel zu sein, um im Blockbustersegment der Marvel-Übermacht irgendwie beikommen zu können, die für sich perfektioniert zu haben scheinen, wie man die Konsumenten maximal zufrieden stellt. Und weil die Macht des Fanechos so groß geworden ist, beginnen die ersten Filme sich verständlicherweise dagegen aufzulehnen. "Matrix Resurrections" ist sogar ein sehr konkreter Befreiungsschlag, indem er diesem Nostalgiewahn und vor allem den…

  • Infinite

    Infinite

    Es ist wirklich irre, wenn man bedenkt, wie faul und dümmlich das Drehbuch von „Infinite“ ist, was…damit immerhin zur Performance des Hauptdarstellers passt, aber dazu gleich mehr. Antoine Fuqua scheint auf die eher alberne Prämisse (spezielle Menschen werden immer wieder geboren und erinnern sich an frühere Leben) aber schlicht und ergreifend keinen Bock gehabt zu haben.

    Was mit einem unmotivierten VoiceOver beginnt („Es ist das Jahr Schnarchtausendundgähhn..“), ergeht sich danach rund 70 Minuten in Schuss-Gegenschuss-Drögerie nahe der Gehirnschlaggrenze, in denen…

  • Malignant

    Malignant

    Wie sehr ich es doch leid bin über Filme wie diesen zu schreiben...es ist kaum in Worte zu fassen. "Malignant" ist das was passiert, wenn ein Regisseur irgendwann mal mit einer Nummer Erfolg hatte und das Studio daraufhin selbst den größten Sondermüll einfach durchwinkt. Könnte ja sein, dass nochmal ein Treffer dabei ist.
    "Conjouring", "Insidious" und ihre rund 150 Fortsetzungen und Spinoffs waren schon höchstens "tragbar", das hier ist jedoch sogar nochmal weit uninspirierter. Keine einzige frische Idee steckt in…

  • Old

    Old

    Vielleicht bereitet M. Night Shyamalan ja einen letzten, gar unglaublichen Twist vor, bei dem sich am Ende herausstellt, dass seine Karriere in Wirklichkeit ein soziales Experiment war, in dessen Verlauf er sehen wollte, wie lange es dauert bis bis die Leute aufhören, seine Werke zu gucken, wenn die von Film zu Film einfach immer dämlicher werden.

    Es wäre dann langsam soweit, das Experiment zu beenden, „Old“ ist nämlich wieder in Regionen vorgedrungen, die man nach „The Happening“ oder „After Earth“…

  • Max Cloud

    Max Cloud

    Ultra peinliches Trashtheater, das auf„Ash vs. Evil Dead“ und „Jumanji“ macht, dabei aber aussieht, als wäre es in einer billigen Lasertag-Anlage gedreht worden. Dabei mindestens so lustig wie die Witzeseite in der Bild am Sonntag, am Wenigsten zu lachen haben hier aber die Agenten der durchweg grausigen Darsteller. Scott Adkins darf zwar Ninjas treten, aber mein Gott - wenn ich das sehen will, muss ich mir nicht anderthalb Stunden Kasperletheater im Pappmaché-Zwinger geben.

  • The Woman in the Window

    The Woman in the Window

    Neulich im Netflix-Hauptquartier. Joe Wright stürmt durch die Tür.

    Wright: „Schnell, rufen sie einen Arzt, ich brauche psychologische Hilfe. Ich hab zweimal zu häufig ‚Fenster zum Hof‘ gesehen und halte mich jetzt für Alfred Hitchcock. Dabei hab ich eigentlich völlig den Verstand verloren, zwei Top-Schauspieler zu den miesesten Leistungen ihrer Karriere überredet, die hässlichste Filmkatze der Welt gecastet und jedes Thriller-Stereotyp, das jemals erfunden wurde, zu absolutem Sondermüll vermen...“

    Netflix-Mitarbeiter: „Stop, sie hatten uns bei ‚Arzt‘. Wir kaufen!“

  • The Tax Collector

    The Tax Collector

    Stinklangweilig und bis unters Kinn mit Klischees und Stereotypen zugekleistert, die derart abgestanden sind, dass 
    sämtliche Charaktermotivatonen und-beziehungen durch die Bank weg vorhersehbar erscheinen. Selbst die generischsten Vorabend-Crime-TVShows zeichnen ihre Gangstermilieus noch glaubwürdiger. „The Tax Collector“ fährt stattdessen lieber Charaktere auf, denen man absolut gar nichts abnimmt, alles wirkt hier nur behauptet, nichts wird wirklich untermauert oder gezeigt - sei es die „Badass Motherfucker“-Vergangenheit von Shia LaBeoufs superfiesem Enforcer oder die Beziehungen der einzelnen Figuren. Nichts davon wirkt nachvollziehbar, da…

  • Bliss

    Bliss

    Ich habe mal zwei Schimpansen im Berliner Tierpark beobachtet, die sich gegenseitig mit Scheiße beworfen haben - und selbst die hätten als Paar eine bessere Chemie gehabt als Salma Hayek und Owen Wilson, dem vielleicht glaubwürdigsten Filmpärchen seit Leonardo Di Caprio und dem Bären aus „The Revenant“.

    „Bliss“ ist das was passiert, wenn jemand auf ner Party „voll die mega Filmidee“ hatte, am nächsten Morgen nüchtern aber bemerkt, dass die Nummer für nen kompletten Film nichtmal ansatzweise ausreicht - und es…

  • Wonder Woman 1984

    Wonder Woman 1984

    Treffen sich zwei Archäologinnen. Die eine entziffert gerade ein uraltes Artefakt. Fragt die andere: „Oha, du kannst Latein lesen?“ Daraufhin die Erste: „Haha ja. Sprachen sind sowas wie ein Hobby..“

    Spitzengag, ich weiß. Für jede Party geeignet. Wo Latein doch Grundbestandteil der meisten Archäologiestudiengänge ist - einfach cleverer Humor. Was es aber noch viel witziger macht, ist die Tatsache, dass das gar kein Witz ist. Auch nicht ein bisschen. „Wonder Woman 1984“ ist voll von Dialogen, die ganz unironisch gemeint,…

  • Potato Salad: Don't Ask!

    Potato Salad: Don't Ask!

    *Diese Kritik erschien 2015 im Original für die Gamestar*

    Szene Wievielauchimmer; Polizeistation; Verhörsituation. Der Polizist fragt: »Sind sie nervös?«, darauf entgegnet der Verhörte: »Nein, Torben - aber danke der Nachfrage«. Verwirrt? Keine Sorge, das klärt sich auf. Zunächst aber: Herzlich Willkommen in der wunderbaren Welt von Kartoffelsalat, dem ersten Kinofilm von und mit all deinen Lieblings-YouTubern, die nun endlich genug Geld zusammen haben, um die inhaltliche und operative Qualität ihrer Videos auch auf die große Leinwand loszulassen.

    Wie witzig es…