BeHaind has written 17 reviews for films rated .

  • Max Cloud

    Max Cloud

    Ultra peinliches Trashtheater, das auf„Ash vs. Evil Dead“ und „Jumanji“ macht, dabei aber aussieht, als wäre es in einer billigen Lasertag-Anlage gedreht worden. Dabei mindestens so lustig wie die Witzeseite in der Bild am Sonntag, am Wenigsten zu lachen haben hier aber die Agenten der durchweg grausigen Darsteller. Scott Adkins darf zwar Ninjas treten, aber mein Gott - wenn ich das sehen will, muss ich mir nicht anderthalb Stunden Kasperletheater im Pappmaché-Zwinger geben.

  • The Woman in the Window

    The Woman in the Window

    Neulich im Netflix-Hauptquartier. Joe Wright stürmt durch die Tür.

    Wright: „Schnell, rufen sie einen Arzt, ich brauche psychologische Hilfe. Ich hab zweimal zu häufig ‚Fenster zum Hof‘ gesehen und halte mich jetzt für Alfred Hitchcock. Dabei hab ich eigentlich völlig den Verstand verloren, zwei Top-Schauspieler zu den miesesten Leistungen ihrer Karriere überredet, die hässlichste Filmkatze der Welt gecastet und jedes Thriller-Stereotyp, das jemals erfunden wurde, zu absolutem Sondermüll vermen...“

    Netflix-Mitarbeiter: „Stop, sie hatten uns bei ‚Arzt‘. Wir kaufen!“

  • The Tax Collector

    The Tax Collector

    Stinklangweilig und bis unters Kinn mit Klischees und Stereotypen zugekleistert, die derart abgestanden sind, dass 
    sämtliche Charaktermotivatonen und-beziehungen durch die Bank weg vorhersehbar erscheinen. Selbst die generischsten Vorabend-Crime-TVShows zeichnen ihre Gangstermilieus noch glaubwürdiger. „The Tax Collector“ fährt stattdessen lieber Charaktere auf, denen man absolut gar nichts abnimmt, alles wirkt hier nur behauptet, nichts wird wirklich untermauert oder gezeigt - sei es die „Badass Motherfucker“-Vergangenheit von Shia LaBeoufs superfiesem Enforcer oder die Beziehungen der einzelnen Figuren. Nichts davon wirkt nachvollziehbar, da…

  • Bliss

    Bliss

    Ich habe mal zwei Schimpansen im Berliner Tierpark beobachtet, die sich gegenseitig mit Scheiße beworfen haben - und selbst die hätten als Paar eine bessere Chemie gehabt als Salma Hayek und Owen Wilson, dem vielleicht glaubwürdigsten Filmpärchen seit Leonardo Di Caprio und dem Bären aus „The Revenant“.

    „Bliss“ ist das was passiert, wenn jemand auf ner Party „voll die mega Filmidee“ hatte, am nächsten Morgen nüchtern aber bemerkt, dass die Nummer für nen kompletten Film nichtmal ansatzweise ausreicht - und es…

  • Wonder Woman 1984

    Wonder Woman 1984

    Treffen sich zwei Archäologinnen. Die eine entziffert gerade ein uraltes Artefakt. Fragt die andere: „Oha, du kannst Latein lesen?“ Daraufhin die Erste: „Haha ja. Sprachen sind sowas wie ein Hobby..“

    Spitzengag, ich weiß. Für jede Party geeignet. Wo Latein doch Grundbestandteil der meisten Archäologiestudiengänge ist - einfach cleverer Humor. Was es aber noch viel witziger macht, ist die Tatsache, dass das gar kein Witz ist. Auch nicht ein bisschen. „Wonder Woman 1984“ ist voll von Dialogen, die ganz unironisch gemeint,…

  • Potato Salad: Don't Ask!

    Potato Salad: Don't Ask!

    *Diese Kritik erschien 2015 im Original für die Gamestar*

    Szene Wievielauchimmer; Polizeistation; Verhörsituation. Der Polizist fragt: »Sind sie nervös?«, darauf entgegnet der Verhörte: »Nein, Torben - aber danke der Nachfrage«. Verwirrt? Keine Sorge, das klärt sich auf. Zunächst aber: Herzlich Willkommen in der wunderbaren Welt von Kartoffelsalat, dem ersten Kinofilm von und mit all deinen Lieblings-YouTubern, die nun endlich genug Geld zusammen haben, um die inhaltliche und operative Qualität ihrer Videos auch auf die große Leinwand loszulassen.

    Wie witzig es…

  • Greenland

    Greenland

    Ich schreibe diese Zeilen, während der Film noch läuft. Ich möchte nach Hause. Eine Stunde müsste ich schon überstanden haben, vielleicht mehr - ich weiß nicht mehr. Die Zeit verschwimmt. Seit Filmstart schreien sich pausenlos Leute an, für einen Kometenfilm schlagen erschreckend wenig Kometen ein, wenn überhaupt dann off-screen. Im Fokus steht nämlich, hört hört, das menschliche Drama. Deshalb schreien und heulen alle durcheinander, hüben wird jemand geboxt, drüben ein Supermarkt gelootet - Katastrophen-Einmaleins, aber auf die denkbar nervtötendste Weise.…

  • The Hunt

    The Hunt

    CGI-Splatter, TV-Look, schnarchiges Tempo, völlig unlustig und endlose, wirklich E-N-D-L-O-S-E Kommentare zum sozio-politischen Status Quo, die alle so geistlos, aufdringlich und abgestanden sind - es ist zum Schreien. Das einzig noch Absurdere ist das affige Gewese, das im Vorfeld um diesen Quark gemacht wurde.

    Kann Blumhouse nicht mal endlich jemand den Finanzhahn zudrehen?

  • Brahms: The Boy II

    Brahms: The Boy II

    Man möchte meinen im (nicht wirklich existenten) „gruselige Puppen“-Subgenre ist mittlerweile jede noch so platte Idee mindestens einmal durchgekaut worden, „Brahms: The Boy 2“ beweist aber mit wehenden Fahnen: jawohl, genauso ist es, ABER es ist trotzdem möglich, dieselbe Leier noch eine Oktave tiefer zu setzen. Seit „Slender Man“ nicht mehr so einen uninspirierten, lahmarschigen, schlecht gespielten Horror-Mumpitz gesehen, der selbst die simpelsten Jumpscares noch verkackt. Bloß nicht im Kino angucken!

  • Cats

    Cats

    Wolltet ihr schon immer mal „Cats“ das Musical sehen, wart aber bisher zu faul Karten dafür zu kaufen? Dann geht doch demnächst in Tom Hoopers kleines Tanzdebakel. Das ist als hätte jemand einfach besagtes Musical stur abgefilmt - und dann ist irgendjemand ganz furchtbar auf der Faceswap-App ausgerutscht und der Deepfake-Algorithmus ist mitten im Durchrechnen abgestürzt.

    „Cats“ ist nicht nur in nahezu jeder Einstellung ein grauenhafter Horrortrip in die Uncanny-Valley-Hölle, samt Compositing- und GreenScreen-Albtraum, er funktioniert für mich aus denselben…

  • Hustlers

    Hustlers

    Prätentiöser Bullshit, der die erste Stunde ungelogen gar nichts erzählt und den Rest mit Geschichten zukleistert, wie sie selbst „Modeschmuck Barbie“ nicht debiler durchleben könnte. Vor allem handwerklich einfach nur plump - die Kamera, die Dialoge, das Schauspiel...alles tiefstes 1995 gemischt mit jedem Rapvideo der letzten 20 Jahre. Keine Handlung, keine interessanten Figuren und obendrein mit bedenklicher Geschlechterzeichnung durchzogen. Verhoevens legendär schlechter „Showgirls“ ging wenigstens als Trashtheater durch, Demi Moores „Striptease“ immerhin als bemüht. „Hustler“ ist hingegen ganz einfach nur…

  • Midway

    Midway

    Vielleicht mal eine kleine Faustregel für Herrn Emmerich: wenn ich kein Geld für eine der größten Schlachten des Pazifikkrieges habe, dann ist es vermutlich für alle Beteiligten besser, wenn ich KEINEN Film über eine der größten Schlachten des Pazifikkrieges drehe.

    „Midway“ erscheint im modernen Kino beinahe als Exot, der so eigentlich nur von einem Regisseur gedreht werden kann, der die letzten 10 Jahre unter einem Stein gewohnt hat und die amerikanische Mentalität selbst nur aus Filmrelikten der Neunziger kennt. Penetranter…