BeHaind has written 13 reviews for films rated ★★½ during 2018.

  • Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald

    Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald

    ★★½

    Ich bin kein Fan davon, das „Harry Potter“-Franchise fleißig weiter zu melken - soviel direkt vorneweg. Wenn „Crimes of Grindelwald“ mal zum Punkt kommt, dann erinnern viele Kernelemente ermüdend oft an die bereits erzählten Geschichten - der fiese Fiesling, der aus der Obskurität heraus eine Armee von Gleichgesinnten um sich scharrt; der Held wider Willen, der sich als Einziger gegen ihn stellt; der mächtige Schuldirektor, der aus irgendwelchen Gründen nicht in den Kampf eingreifen kann. Kann man durchaus unoriginell finden.…

  • Halloween

    Halloween

    ★★½

    Ein Film über einen Killer, der entweder irgendwo im Hintergrund herumsteht, im Schrank wartet, am Fenster vorbei läuft, zigfach angeschossen wird, wieder aufsteht und dabei auf alles einsticht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist - klingt wie „Halloween“ aus dem Jahr 1978, ist aber dieser späte Aufguss, der aus...welchen Gründen auch immer gedreht wurde. 

    Dass Drehbuch von Comedy-Type Danny McBride und David Gordon Green ist die Sorte cineastische Zeitreise, die im schlechtesten Sinne altmodisch ist. Keine wirkliche Neuinterpretation,…

  • The Predator

    The Predator

    ★★½

    Nach rund einer Stunde Laufzeit, in der „The Predator“ auf reichlich wackligen Beinen durch uninteressante Setpieces schlackert, vorbei an durchwachsenen Schauspielleistungen, immensen Pacing-Problemen und konstruierten Storykapriolen, in denen das namensgebende Alien noch dazu erschreckend wenig zu sehen ist, ging mir ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf: vielleicht, nein, ganz sicher sogar, ist „Predator“ die Sorte Franchise, das einfach niemals ein solches hat sein sollen. 

    Der simple, aber effektive Monsterhorror hat genau einmal richtig gut funktioniert. Damals, 1987, war das…

  • Luz

    Luz

    ★★½

    Fantasy Filmfest 03:

    Ich nehme an, auf irgendeinem Planeten ergibt das hier vielleicht sogar alles Sinn. Dummerweise bin ich leider kein Teil dessen Einwohnerschaft. Ich mochte den hypnotischen Sog von Kamerarbeit und Musik und die experimentelle, Theater-nahe Inszenierung, aber ohne Bezug, ohne Sinn oder gröberes Verständnis, geht „Luz“ für mich höchstens als Lehrstück für vertrippte Mindfuckerei durch. Als filmischer Beitrag ist mir das aber zu wenig.

  • Mandy

    Mandy

    ★★½

    Fantasy Filmfest 01:

    Puh, schwierig. „Mandy“ ist, als hätten Clive Barker, Alejandro Jodorowsky und Gaspar Noe ziemlich dreckigen Sex auf jeder bekannten, psychoaktiven Droge und bekämen dann ein Kind, dass wie Nicholas Cage aussieht. Wann immer der den Mund aufmachen und Abstrusitäten wie „You are a vicious snowflake“ sagen darf, ist das hier großartiger Humbug. Eine Szene, kurz nach einem tragischen Turn, die eigentlich tief traurig sein müsste, wird durch Cages Overacting zum  völligen Gagafest, das man so schnell nicht…

  • The Meg

    The Meg

    ★★½

    Der beste Gag: am Ende hat jemand „FIN“ geschrieben! FIN, versteht ihr?? Weil Flosse! Das ist komisch...also irgendwo für irgendwen vielleicht. Viel witziger ist da nur, dass hier sonst gar nichts witzig, spannend oder clever erdacht ist. „The Meg“ funktioniert höchstens für all die, die vorher dachten „Gott, wird das scheiße“ und hinterher glücklich sind, dass es ja doch nur halb so schlimm war. Weil ein paar Szenen durchaus unterhaltsam sind. Aber das ist ein Besuch im Aquarium auch. Und da sind die Haie nicht so mäßig animiert.

  • The Equalizer 2

    The Equalizer 2

    ★★½

    Equalizer 1: ein kleiner, sehr netter Rache-Thriller mit überraschender Coolness, flotter Action und der überragenden Präsenz seines Hauptdarstellers gesegnet. Weiß was er ist, will aber auch gar nicht mehr, tut aber gerade deshalb gut daran und bringt so immer wieder durchaus erinnerungswürdige Momente hervor.

    Equalizer 2: unendlich aufgeblasene Quasi-Fortsetzung, die aus der dünnen Vorlage unbedingt mehr herauswringen möchte, als sie ist und sich dabei völlig darin verliert, dem Zuschauer seine aufdringliche Moral einzuhämmern. Von den knackigen Dialogen des Erstlings ist…

  • Jurassic World: Fallen Kingdom

    Jurassic World: Fallen Kingdom

    ★★½

    Wie oft kann man eigentlich die immer gleichen Szenen zeigen, in denen völlig begeisterte Darsteller mit weit aufgerissenem Mund gen Horizont staunen, weil da zum x-ten Mal eine perfekt animierte Brontosauren-Herde entlang stiefelt, bis die Grenze zum Selbstplagiat überschritten ist? Oder die Nummer mit den Raptoren, die trotz perfekten Geruchssinnes minutenlang in engen Räumen nach unseren wackeren Helden schnüffeln? Oder die Sache mit dem T-Rex, der stets im allerletzten Moment noch schnell die Bedrohung für die Helden wegmümmelt?

    Einen neuen…

  • Deadpool 2

    Deadpool 2

    ★★½

    Nehmen wir an, man konzipiert einen Film, der eigentlich gar keiner mehr ist, weil er weniger von einer greifbaren Narrative oder charismatischen Charakteren zusammengehalten wird, sondern von einem mittelmäßigen Comedian, der anderthalb Stunden lang die besten Witze von Fips Asmussen vorliest. Ohne Unterlass, keine Pause. Kein Erbarmen. Eine nicht enden wollende Kalauerkanonade, alle ganz doll edgy und böse und huhu und haha. Sämtliche Figuren und Szenarien existieren einzig und allein als Stichwortgeber, um noch mehr Raum für den wackeren Asmussen-Leserling…

  • Tomb Raider

    Tomb Raider

    ★★½

    Wenn man eines über die Tomb Raider-Spiele sicherlich nicht sagen kann, dann dass deren Handlung irgendwie von Belang wäre. Tomb Raider ist vor allem seit den Reboots ein Schaukasten für gutes Spieldesign, die Strahlkraft der ikonischen Heldin allein reichte irgendwann eben nicht mehr, um genügend Spiele abzusetzen.

    Und jetzt ratet, was passiert, wenn man dem Spieler die Möglichkeit nimmt einzugreifen und zum Zuschauen verdammt? Genau - heraus kommt Tomb Raider, der uninteraltive Showcase dafür, dass Spielegeschichten im Kino, ohne den…

  • Wonder Woman

    Wonder Woman

    ★★½

    "Der Soundtrack ist der Hammer". Zumindest in dieser Angelegenheit waren sich die Freunde, mit denen ich "Wonder Woman" gesehen habe, einig. Im Gegensatz zum Marvel Cinematic Universe war DC bei der Wahl ihrer Komponisten bisher deutlich treffsicherer, was hier zu einem pompösen, sehr treibenden Score gereicht.

    Zu doof, dass wir uns ob der Qualität des Films dann sehr uneinig waren. Während die anderen nicht begeistert, aber halbwegs zufrieden aus dem Kino schlurften, hätte ich selbiges in manchen Momenten beinahe schon…

  • Molly's Game

    Molly's Game

    ★★½

    Eigentlich nicht uninteressante Thematik, die unter der Last von Aaron Sorkins Dialogen schwer ächzt. In der Hand eines fähigen Regisseurs bekommt dessen arg artifizielle Wortflut meist trotzdem genug Luft, um sich zu entfalten. Ohne diese Kontrollinstanz sprengt Sorkins Ego jedoch die Grenzen seines eigenen Werkes - Mollys Game ist überlang, emotional unterkühlt, in den entscheidenden Momenten unglaubwürdig und so sehr Sklave des eigenen Drehbuchs, das Sorkin sogar das Schauspiel seiner Darsteller opfert, Hauptsache, sie sagen seine Wörter genau so auf,…