BeHaind has written 19 reviews for films rated ★★½ during 2021.

  • Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms

    Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms

    ★★½

    Macht da weiter, wo der Vorgänger Scorpions Revenge gestartet ist - inhaltlich, wie qualitativ. Heißt: wieder fehlt eine klare Narrative, viel mehr wirkt weiterhin alles, als wollten die Macher die Handlungsstränge der Teile 3-8 in zwei 70 Minüter pressen. Deshalb gibt’s hier jetzt gleich drei Hauptantagonisten, viel zu viele Plotebenen, zu viele Charaktere für zu wenig Laufzeit, weshalb wichtige Tode mit einem kurzen Schulterzucken weggenickt werden - dann gibt’s aber schon wieder direkt auf die Fresse.

    Das aber, soviel muss man…

  • The Witcher: Nightmare of the Wolf

    The Witcher: Nightmare of the Wolf

    ★★½

    Ein bisschen Blut, ein bisschen nackte Hintern, viel Gerede, wenig echte Stimmung und erst recht keine Spannung - wieder eines dieser Tie-Ins, das der Vorlage nicht gerecht wird und so gar nichts Neues zum „Witcher“-Mythos beizutragen hat.

  • Shadow in the Cloud

    Shadow in the Cloud

    ★★½

    Neulich, im Zuge der stumpfsinnigen Sky Sharks-Debatte, kam immer wieder die Frage auf, ob man Trash denn überhaupt nach normalen Standards bewerten dürfe - immerhin sei hier ja die klare Absicht, schlecht zu sein.

    Ich glaube nicht daran, dass Filmemacher ausziehen und ernsthaft vorhaben, einen miesen Film zu drehen. Das passiert entweder nebenbei oder wird bereits in der Planungsphase als Kompromiss angesichts der eigenen Fähigkeiten oder monetären Möglichkeiten beschlossen. Wobei auch dann niemand losziehen würde, um einfach 90 Minuten die…

  • Sweet Girl

    Sweet Girl

    ★★½

    Eher müdes Gegurke von A nach B, dessen „Helden“figuren als Identitätsfläche völlig missraten wirken und eine Rechtfertigung für ihre durchaus fragwürdigen Taten einzig durch eine eher beliebig draufgeklatschte Anti-Pharma-Message erzwungen werden soll. Die Action wackelt sich wieder fleißig eins ab und am Ende gibt’s dann einen Twist, der dermaßen absurd erscheint - da wird aus einem weitestgehend durchschnittlichen Thriller dann doch noch etwas Erinnerungswürdiges. Leider aus den falschen Gründen.

  • Beckett

    Beckett

    ★★½

    Musste die ganze Zeit daran denken, wie lange ich „Breakdown“ mit Kurt Russel nicht mehr gesehen habe.

    „Beckett“ hab ich vermutlich nächste Woche schon wieder vergessen.

  • The Forever Purge

    The Forever Purge

    ★★½

    Es gibt am Ende eine Plansequenz!! Da steckt das Wort Planung drin. Ist das zu glauben?! Noch dazu eine richtig aufwändige. In einem fünften Teil einer Blumhouse-Reihe. Ich war völlig baff.

    Im Ernst: Teil vier, „The First Purge“, war derart unterirdisch, dass ich hierfür nur das Allerschlimmste vermutet habe. Und auch wenn die durch und durch idiotische Idee einer legitimierten Massentötung, die dann auch noch die Gewaltrate im Land senken soll, statt mit Gewalt nur Gegengewalt zu schaffen, nicht gerade…

  • Jungle Cruise

    Jungle Cruise

    ★★½

    Erste Szene. Emily Blunt springt in einem Antiquitätenlager über Leitern und verstaubte Boxen, knockt einen Angreifer aus, schwingt aus dem Fenster und baumelt dort hoch über der befahrenen Straße. Zu all dem legt James Newton Howard einen Score auf, der ziemlich verdächtig nach einem ganz anderen Film klingt - dem legendären „Indiana Jones“.

    Klar, denke ich, so funktioniert Konditionierung im Blockbuster-Kino seit ewigen Zeiten. Irgendwann hat Irgendwas mal so gut funktioniert, dass nun durch simples Heraufbeschwören von Schlüsselreizen dasselbe Gefühl…

  • The Green Knight

    The Green Knight

    ★★½

    Es gibt eine Szene in “The Green Knight”, die fasst dessen 125 Minuten Lauflänge punktgenau zusammen. Gawain, der unwillige Held des Erwachsenenmärchens, wird auf seiner Reise von einer Kreatur gebeten, ein Relikt aus einem See zu fischen. Gawain zögert, taucht dann aber doch hinab - und für mich war völlig klar: jetzt kommt einer der Momente, die typisch sind für phantastische Sagen. Unser Held wird auf eine Prüfung gestellt, lernt dadurch etwas über sich und taucht als neuer Mensch wieder…

  • The Tomorrow War

    The Tomorrow War

    ★★½

    Einer der frisch rekrutierten Zivilisten fragt gleich zu Beginn, weshalb man mit der Zeitmaschine eigentlich nur zu einem ganz spezifischen Punkt springen könne. Daraufhin presst sein Gegenüber, ein sichtlich entnervter Mann vom Militär, die Augen zusammen, so als wolle er sagen „Ist doch logisch, Dummerchen“ und erwidert ein drollig-doofes Geschwurbel um Ruderboote und Zeitströme und fügt am Ende an, dass das nunmal so sei.

    „Is‘ halt so“ muss als General-Entschuldigung für so einiges an Unsinn herhalten in „The Tomorrow War“,…

  • Cruella

    Cruella

    ★★½

    Gefilmt wie ein Werbespot für „H&M“ - frech, laut, schell, bunt, crazy, wow und hui. Bilder für das gelebte Empowerment, egal für wen - Männer, Frauen, Diverse, Arme, Reiche. Macht alle mal mehr so wie ihr wollt und lebt euch aus. Die Message hätten wir damit schon mal abgehakt.

    Natürlich ist das - ganz genau wie in der Werbung - mit eiskalter Präzision zusammen gefilmt, die für echtes Leben keinen Platz lässt. Fesche Montage, Popmusik drüber, Emma Stone dreht sich…

  • Those Who Wish Me Dead

    Those Who Wish Me Dead

    ★★½

    Ein Hauptcharakter mit traumatischem Hintergrund. Ein faszinierend schönes, wie gefährliches Natursetting. Ein entfremdeter Freund, der von den Bösewichten gefangen genommen wird. Die ihrerseits einem McGuffin hinterherjagen. Pickäxte, WalkieTalkies und halsbrecherische Stunts in schwindelerregender Höhe - es ist nicht großartig verwunderlich, dass "Those who wish me Dead", Taylor Sheridans lang ersehnter Nachfolger zu "Wind River", gerade mehrfach mit Stallones "Cliffhanger" verglichen wird.

    Sheridans Neuer bedient sich fleißig an dessen Erbe, fischt auch sonst ausgiebig im Genrepool und wirft alles in den…

  • Tom Clancy's Without Remorse

    Tom Clancy's Without Remorse

    ★★½

    Ein bisschen irritiert mich schon, dass Stefano Sollima, Regisseur von „Sicario 2“ und Taylor Sheridan, einer der für mich aktuell besten Drehbuchautoren Hollywoods, zu derartigem Durchschnitt überhaupt fähig sind. „Without Remorse“ ist schick bebildert, da wird’s dann aber auch schon eng mit den Vorzügen.

    Die zugrunde liegende Prämisse vom Ex-Militär-Macho, der mal wieder in die Mühlen des Systems geraten ist und sich nun zu des Rätsels Lösung durchwütet, ist so alt wie das Genre selbst. „Without Remorse“ weiß damit kaum…