BeHaind has written 24 reviews for films rated ★★½ during 2021.

  • Being the Ricardos

    Being the Ricardos

    ★★½

    Ich hab es schon mal gesagt (hier zu Mollys Game), ich sage es wieder: Aaron Sorkin ist oft ein meisterhafter Jongleur spritziger Dialoge, der Wortgefechte wie kaum ein zweiter in Hollywood beherrscht. Um diese Qualitäten jedoch herauszuarbeiten, braucht Sorkin dringend einen fähigen Regisseur, der seine Dialogbarragen im Zaum hält. Sonst passiert „Being the Ricardos“, ein Film, der vorgeblich von Menschen erzählt, aber wirkt, als wäre er von Robotern gespielt (zumal erschwerend hinzu kommt, dass Nicole Kidman mittlerweile kaum noch menschliche…

  • The Matrix Resurrections

    The Matrix Resurrections

    ★★½

    Zur Video-Kritik: www.youtube.com/watch?v=2PR1RNngGis 

    Es ist faszinierend und bezeichnend zugleich, dass die einzige Pille, die “Matrix Resurrections” dem Publikum 22 Jahre nach dem wegweisenden Original einflößen möchte, ein schräger Metakommentar darauf ist, was die Remake- und Sequel-Maschinerie im Zusammenspiel mit den Erwartungen des Fandoms und dem Druck durch Geldgeber mit Kunst und Künstlern machen. Es ist vor allem deshalb bezeichnend, weil diese Fortsetzung dieser Diskussion die Krone aufsetzen wird, weil sie genau diesem Druck nachgibt und zwar in einer Form, die…

  • King Richard

    King Richard

    ★★½

    „King Richard“ ist ein seltsam fehlgeleiteter Film, voller Entscheidungen, die ich nicht verstehe. Ein Biopic nach Schema F, das sämtliche Knöpfe drückt, dabei genreüblich emotional höchst manipulativ agiert, damit aber bereits große Erfolge feiert - „King Richard“ hat den Festival Circuit als prämierter Crowdpleaser verlassen und schielt jetzt Richtung Award-Saison mit besten Aussichten, vor allem für Will Smith.

    Der spielt besagten Richard, den Vater von Venus und Serena Williams, zwei der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten. Die Geschichte dieser beiden Schwestern…

  • Eternals

    Eternals

    ★★½

    Zur Video-Kritik: youtu.be/FyR1OrcdhTQ

    „Eternals“ zu gucken ist wie einer Paartherapie beizuwohnen. Zwei Parteien, die beim besten Willen nicht zusammen passen, sollen auf Teufel komm raus miteinander vermählt werden. Aber weil Kevin Feige nun mal beschlossen hat, jetzt auch mal nen Film zu machen, für den die Anderen ständig Oscars hinterher geworfen bekommen, stehen Charaktere hier jetzt in einer Tour in Sonnenuntergängen herum, Lichtkegel von vorn, von der Seite, von hinten und ab und an dreht sich die Kamera dann sogar…

  • Antlers

    Antlers

    ★★½

    Sehr drauf gefreut, weil ich nach „Black Mass“, „Hostiles“ und „Out of the Furnace“ der Überzeugung war, dass sich Regisseur Scott Cooper exzellent darauf versteht, Stimmung zu erzeugen. „Antlers“ erbt diese Stärke zwar im Ansatz, aber bis auf ein paar starke Bilder und die Lichtstimmung bleibt wenig hängen. Zunächst passiert zu lange nichts, dann über weite Strecken immer dasselbe, dazwischen werden Themen ange..haucht, die dem dünnen Horrorüberbau irgendeine Tragweite oder Relevanz beifügen mögen. Aber sowohl der Öko-Ansatz als auch die…

  • No Time to Die

    No Time to Die

    ★★½

    Hier geht’s zur Video-Kritik: youtu.be/N_6fvtwkmyQ

    Daniel Craig geht und mit ihm die Bond-Ära, die so verheißungsvoll begann. Mit roher, harter Action, einem kantigen Helden mit irdischen Problemen. Geworden ist daraus im Verlauf von fünf Filmen dieselbe Leier wie eh und je - Bond als Ein-Mann-Superheld gegen vernarbte Fieslinge und deren globale Welteroberungspläne, die kein Mensch versteht. Gratulation, soweit waren wir bereits bei Pierce Brosnan.

    „Keine Zeit zu sterben“ arbeitet sich überwiegend an Fanservice ab, versucht alle Plotebenen, alle Figuren irgendwie…

  • Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms

    Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms

    ★★½

    Macht da weiter, wo der Vorgänger Scorpions Revenge gestartet ist - inhaltlich, wie qualitativ. Heißt: wieder fehlt eine klare Narrative, viel mehr wirkt weiterhin alles, als wollten die Macher die Handlungsstränge der Teile 3-8 in zwei 70 Minüter pressen. Deshalb gibt’s hier jetzt gleich drei Hauptantagonisten, viel zu viele Plotebenen, zu viele Charaktere für zu wenig Laufzeit, weshalb wichtige Tode mit einem kurzen Schulterzucken weggenickt werden - dann gibt’s aber schon wieder direkt auf die Fresse.

    Das aber, soviel muss man…

  • The Witcher: Nightmare of the Wolf

    The Witcher: Nightmare of the Wolf

    ★★½

    Ein bisschen Blut, ein bisschen nackte Hintern, viel Gerede, wenig echte Stimmung und erst recht keine Spannung - wieder eines dieser Tie-Ins, das der Vorlage nicht gerecht wird und so gar nichts Neues zum „Witcher“-Mythos beizutragen hat.

  • Shadow in the Cloud

    Shadow in the Cloud

    ★★½

    Neulich, im Zuge der stumpfsinnigen Sky Sharks-Debatte, kam immer wieder die Frage auf, ob man Trash denn überhaupt nach normalen Standards bewerten dürfe - immerhin sei hier ja die klare Absicht, schlecht zu sein.

    Ich glaube nicht daran, dass Filmemacher ausziehen und ernsthaft vorhaben, einen miesen Film zu drehen. Das passiert entweder nebenbei oder wird bereits in der Planungsphase als Kompromiss angesichts der eigenen Fähigkeiten oder monetären Möglichkeiten beschlossen. Wobei auch dann niemand losziehen würde, um einfach 90 Minuten die…

  • Beckett

    Beckett

    ★★½

    Musste die ganze Zeit daran denken, wie lange ich „Breakdown“ mit Kurt Russel nicht mehr gesehen habe.

    „Beckett“ hab ich vermutlich nächste Woche schon wieder vergessen.

  • The Forever Purge

    The Forever Purge

    ★★½

    Es gibt am Ende eine Plansequenz!! Da steckt das Wort Planung drin. Ist das zu glauben?! Noch dazu eine richtig aufwändige. In einem fünften Teil einer Blumhouse-Reihe. Ich war völlig baff.

    Im Ernst: Teil vier, „The First Purge“, war derart unterirdisch, dass ich hierfür nur das Allerschlimmste vermutet habe. Und auch wenn die durch und durch idiotische Idee einer legitimierten Massentötung, die dann auch noch die Gewaltrate im Land senken soll, statt mit Gewalt nur Gegengewalt zu schaffen, nicht gerade…

  • Jungle Cruise

    Jungle Cruise

    ★★½

    Erste Szene. Emily Blunt springt in einem Antiquitätenlager über Leitern und verstaubte Boxen, knockt einen Angreifer aus, schwingt aus dem Fenster und baumelt dort hoch über der befahrenen Straße. Zu all dem legt James Newton Howard einen Score auf, der ziemlich verdächtig nach einem ganz anderen Film klingt - dem legendären „Indiana Jones“.

    Klar, denke ich, so funktioniert Konditionierung im Blockbuster-Kino seit ewigen Zeiten. Irgendwann hat Irgendwas mal so gut funktioniert, dass nun durch simples Heraufbeschwören von Schlüsselreizen dasselbe Gefühl…