BeHaind has written 9 reviews for films rated ★★ during 2018.

  • Bumblebee

    Bumblebee

    ★★

    Aus weitestgehend unerträglichen Zeitlupen-Pornos für Explosionsfetischisten ist nun ein weitestgehend unerträglicher Kindergarten für 14 Jährige mit Dauerkitsch und grottigen Slapstickeinlagen geworden...Danke für gar nichts. Ist es schon zu spät mir Michael Bay zurück zu wünschen?

  • The House That Jack Built

    The House That Jack Built

    ★★

    Lars von Trier. Der einzige Regisseur, der seine dringend notwendige Psychotherapie gleich mitverfilmt. Wie immer erstaunlich misogyn, menschenverachtend und nihilistisch, alles unter dem Deckmantel von Kunst und Freigeist, bedient sich dabei aber größtenteils - auch das ist typisch von Trier - plumpester Provokation. Kein Tabubruch ist sicher vor dem geschundenen Ego des unsicheren Dänen. Der kalkulierte Effekt will sich aber zumindest bei mir einfach nicht mehr einstellen.


    Dabei beginnt „Jack“ zunächst sogar angenehm schwarzhumorig, driftet aber irgendwann in abstruse Gewaltphantasien…

  • The Nun

    The Nun

    ★★

    The Nun. Oder wie es eigentlich heißen müsste: The Nein!


    Schafft das abstruse Kunststück gleichzeitig nicht nur dem Conjuring-Mythos rein gar nichts beizutragen, sondern auch die nie gestellte Frage, nach den Hintergründen der „Nonne“ nicht nur nicht zu beantworten, sondern anderthalb Stunden gar nichts zu erzählen. Stattdessen wird hier die übliche Rummelplatz-Geisterstunde abgespult - alle 5 Minuten fährt die Musik runter, die Hauptdarsteller schlucken gar erschrocken und BUH - Jumpscare. Das ist in etwa so erfrischend und spannungsfördernd, wie die Handlung komplex ist, aber fällt beim langsamen Wegnicken dann auch nicht mehr groß auf.

  • Skyscraper

    Skyscraper

    ★★

    Neulich im Hauptquartier der SevenBucks Production. Der selbsternannte "hardest working man in show business" betritt den Raum, am Tisch sitzt bereits seine Armada von in jahrelanger Vetternwirtschaft zusammengekarrten Produzenten und Regisseuren.

    Produzent A: "Hey D, du...es lief jetzt schon seit etwa 3 Wochen kein neuer Film mit dir in den Kinos. Wir müssen da schnell was machen - die Fans entwickeln sonst noch The Rock-Entzug."

    Dwayne: "Ja klar, aber macht bitte schnell. Ich muss bis 14 Uhr noch die neue…

  • Cargo

    Cargo

    ★★

    Da hat Cargo gleich zwei Regisseure und dann erweisen sich beide trotzdem noch als heillos überfordert mit ihrer Zombieapolalypse. Das hanebüchene Drehbuch reiht Unlogik, lachhafte Zufälle, absurd dümmliche Charakter-Entscheidungen und Klischees in einer Fülle aneinander, dass einem schwindelig wird. Das Tempo ist abwechselnd zu langsam oder überhastet, mit Spannungsmomenten, die einfach abgeschnitten werden oder inkompetent exerziert sind. Mit einer Stunde 40 ermüdend lang, die mäßige Darstellerführung entlockt selbst Martin Freeman gerade so, was die Anwesenheitspflicht hergibt und den Genrezusatz „Horror“ verdient sich diese müde Schnarchnummer auch allerhöchstens auf dem Papier.

  • Rampage

    Rampage

    ★★

    Schlechtes Remake von Uwe Bolls „Rampage“, in dem aber immerhin ähnlich viel dummes Zeug geredet wird. Für die junge Zielgruppe genau die Art Film, die man morgen begeistert auf dem Schulhof bespricht - und sich in 10 Jahren dafür schämt.

  • Red Sparrow

    Red Sparrow

    ★★

    Stellt euch „Atomic Blonde“ vor - und streicht das Atomic.

  • Pacific Rim: Uprising

    Pacific Rim: Uprising

    ★★

    Die Sorte Fortsetzung, die so unnötig ist, wie ein Kropf - und trotzdem noch all die falschen Töne trifft. Aus Del Toros auch schon sehr unrunder, aber immerhin gewohnt schrulliger Monsterkloppe, ist ein belangloses Kindertheater geworden, dass offenbar die junge Zielgruppe mit aller Macht beglücken will. Viel mehr noch ist dies aber eine Fortsetzung, die eigentlich nur für den asiatischen Markt gedreht wurde. Die Idee ist lachhaft, die Action das übliche CGI-Gedöns ohne jedwede Einfälle - aus Liebe zum Medium…

  • The Cloverfield Paradox

    The Cloverfield Paradox

    ★★

    Die Zukunft ist da - wir alle waren live dabei, als über Nacht aus „Straight-to-DVD“ plötzlich „Straight-to-Netflix“ wurde. Und wie jedes gute Franchise, das irgendwann in den unteren Regalen der Videothek verramscht wurde, verendet auch das „Cloverfield“-Universum an einer inkohärenten, uninspirierten und schlichtweg mies gedrehten Gurke, die beinahe vergessen lässt, wie einzigartig die Vorgänger waren. Echte Fans schalten lieber gar nicht erst ein.