BeHaind has written 10 reviews for films rated ★★ during 2020.

  • Bill & Ted Face the Music

    Bill & Ted Face the Music

    ★★

    In den 90ern waren „Bill & Ted“ noch irgendwie schrullig kultig. Die Popkultur hatte über die Jahre ja immer wieder Figuren ausgeworfen, die man heutzutage eher fragwürdig finden dürfte, von „Cheech & Chong“ bis „Erkan & Stefan“, viele davon allerhöchstens Produkte des Zeitgeistes und damit kaum geeignet für neuzeitliche Geschmäcker. Wobei - irgendwo gibt es sicherlich Menschen, die selbst heute noch über „Ey Mann, wo ist mein Auto“ lachen.

    Ich bin keiner dieser Leute. Schon der zweite Teil „Bogus Journey“ ging nur mit…

  • Peninsula

    Peninsula

    ★★

    „Ship to Busan“, „Skilift to Busan“, „Skateboard to Busan“ oder meinetwegen sogar „Räuberleiter to Busan“...jede dieser uninspirierten „wir machen alles nochmal ganz genauso“-Fortsetzungen wäre mir lieber gewesen als das hier. Innerhalb eines Subgenres in dem nun wirklich langsam alles zigmal auserzählt wurde, profitierte der Vorgänger immerhin von seinem begrenzten Setting und kondensierte so die Spannungsmomente clever auf einen Ort. „Peninsula“ erliegt nun dem üblichen Denkfehler vieler gescheiterter Sequels: Größer, krasser, epischer will er sein, Tatsache jedoch ist, dass das Zombietheater über…

  • The New Mutants

    The New Mutants

    ★★

    Kann man eigentlich schon von Etikettenschwindel sprechen, wenn die Trailer einen Horrorfilm im X-Men-Universum versprechen, man dann aber eine Stunde Kindertheater im dramatischen Spektrum einer Folge „Bibi & Tina“ bekommt - ohne Horror und erst recht ohne X-Men? Dafür allerdings mit ganz viel stümperhaften Dialogen, die immerhin mit den furchtbaren Schauspielleistungen eine kreative Symbiose eingehen. Das ist „New Mutants“ - ein Film, der rund zwei Jahre lang munter hin und her verschoben wurde und dem man nun, jetzt da er endlich…

  • Da 5 Bloods

    Da 5 Bloods

    ★★

    Weniger Film als wahlloses Wirrwarr zusammenhangloser Szenen, Statements, mäßig gefilmter CGI-Ballereien und Spike Lees politischer Überzeugungen, die dermaßen gewaltsam in den Rachen gezwängt werden, dass einem die zweieinhalb stündige Tour de Force bereits nach 30 Minuten zum Hals heraus hängt. Das Schauspiel ist erstklassig, die Dialoge sind es leider nicht. Wird gegen Ende zwar etwas besser, aber bis dahin wird die Geduld gewaltig strapaziert. Skurrile Musikauswahl, Colorgrading all over the Place und insgesamt überwiegt ein beinahe unfertiger Eindruck. Da musste wohl noch ganz schnell der Film zur globalen Stimmungslage fertig werden?!

  • Coma

    Coma

    ★★

    Ich könnte jetzt dumme Witzchen fahren ala „da lag der Drehbuchautor wohl auch im Koma“, aber das würde die thematische Grundlage ähnlich plump trivialisieren wie es „Coma“ sowieso schon tut, ein Film, der die namensgebende Bewusstseinsstörung zum reinen Plotdevice kaputt stutzt und bis auf malerische Traumwelten keinerlei Daseinsberechtigung mitbringt.

    Seit Timur Bekmambetovs „Wächter des Tages“-Doppelschlag Anfang der 2000er die russische Filmindustrie in die CGI-Ära katapultierte und diese seither durchaus auf internationaler Bühne stattfindet, kommen pro Jahr mindestens zwei, drei von ihnen…

  • Extraction

    Extraction

    ★★

    Ich darf wieder einen neuen Film reviewen...🙏

    Doof nur, dass mehr als der übliche Netflix-Pausenfüller grad nicht drin ist. Doof auch, dass sich am Set von Extraction eigentlich ziemlich talentierte Personen eingefunden haben, die ganz un-eigentlich am Ende doch nicht mehr als uninspirierte B-Ware abgeliefert haben.

    Charaktere gibt’s hier nicht, lediglich leere Muskelhüllen, die andere Hüllen durch Wände treten und abseits davon allerhöchstens mal ein bisschen Pipi in den Augen aufbringen, weil - natürlich hat der starke Held den obligatorischen Schicksalschlag…

  • Spenser Confidential

    Spenser Confidential

    ★★

    Netflix: „Hey Peter, wir brauchen nen Cop Krimi nach Schema F, aber mit Mark Wahlberg, der wie üblich alle anbrüllt und dann halt so lustige Sachen sagt. Sein übliches Ego-Theater, du weißt schon.“

    Peter Berg: „Öhm...“

    Netflix: „Ja ganz easy, nix Besonderes..der Plot kann so banal sein, dass sich selbst die Drehbuchautoren von „Law & Order“ richtig talentiert dagegen fühlen würden. Mit ner Verschwörung, die so idiotisch ist, dass sie gleichzeitig hohl und trotzdem wirr ist.“

    Peter: „Naja also..“

    Netflix: „Und…

  • Bloodshot

    Bloodshot

    ★★

    Beginnt wie ein Werbespot für irgendein Lifestyle-Getränk, endet wie einer. Dazwischen: generisches Template-Kino aus dem Sammelordner für Action- und Superhero-Filmchen. Dabei bewegt sich die Chose nicht mal auf dem Level eher uninspirierter Marvel- oder DC-Verfilmungen, sondern lässt sich in Sachen Trashfaktor am ehesten mit „Wie Blade 3 mit Wesley Snipes, der aussieht wie Vin Diesel“ umschreiben. Als wäre die (R)evolution des Superheldenkinos der letzten 15 Jahre nie passiert, ist hier noch alles genauso plump, eindimensional und stümperhaft wie Anno Spawn. …

  • Birds of Prey (and the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)

    Birds of Prey (and the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)

    ★★

    Eines der wenigen Male, nach dem ich aus dem Kino kam, keine einzige Sekunde Spaß hatte und nicht einmal sagen konnte, weshalb. „Birds of Prey“ schafft tatsächlich den Spagat, gleichzeitig furchtbar formelhaft zu erzählen, dabei aber trotzdem völlig wirr zu sein. Alles ist laut und knallig und dennoch ermüdend dröge. Die namensgebenden „Birds“ kommen erst ganz am Ende zusammen, die Haupt-Screentime erhält die Nervigste von ihnen. Schön zu sehen, dass immerhin Ewan McGregor mächtig Spaß am hemmungslosen Overacting hatte. Zu doof, dass er damit der einzige Nutznießer dieser überbunten Blödelshow ist.

  • Sonic the Hedgehog

    Sonic the Hedgehog

    ★★

    Sonic? More like: So Nich!

    Hat genau eine clevere Idee - und die ist eine 1:1 Kopie der Quicksilver-Sequenz aus „X-Men: Days of Future Past“. Der Rest tut Niemandem weh, ist aber auch gerade deshalb furchtbar vergessenswert.