BeHaind has written 45 reviews for films rated ★★★½ .

  • The Eyes of Tammy Faye

    The Eyes of Tammy Faye

    ★★★½

    „Pam & Tommy - Die Bibelversion“ aka „The Eyes of Tammy Faye“ ist eine Geschichte über zwei schräge Vögel, die sich Hals über Kopf ineinander verlieben und gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgehen. Statt Pornofilmen geht‘s hier um religiösen Fanatismus, aber sehr weit entfernt von der kürzlich veröffentlichten Serie über Pamela Anderson und Tommy Lee ist das hier nicht. Auch weil Tammy Faye zunächst als eher einfältig gezeichnet wird und dann in der zweiten Hälfte die große Wandlung durchmacht. 

    Ab hier wird „Eyes…

  • Nightmare Alley

    Nightmare Alley

    ★★★½

    Zur Video-Kritik: youtu.be/8r909RzqUnA

    Hätte gerne einen Film allein basierend auf der ersten Hälfte. Trotzdem ein schöner, düsterer Thriller der alten Schule.

  • Red Rocket

    Red Rocket

    ★★★½

    Schillernd und laut, fast ein bisschen als hätte jemand die Hauptfigur aus „Uncut Gems“ in „Boogie Nights“ abgesetzt und dann hält der Regisseur von „Florida Project“ die Kamera drauf. Sean Baker schneidet dem Gerede von besseren Leben und Porno-Lifestyle stets die harte Realität der amerikanischen Südstaaten-Tristesse entgegen. Zwischen Trailerparks, Donut-Buden und Industrieschornsteinen wird aus dem American Dream ganz schnell ein zwielichtiger Tagtraum. 

    Bakers Trademark, gleichermaßen skurrile wie authentische Charaktere zu zeichnen, weil er die Schauspieler mit Laien von der Straße…

  • The Worst Person in the World

    The Worst Person in the World

    ★★★½

    Überraschend unromantische Romanze, die stattdessen lieber zeigt wie konfus und beängstigend Beziehungen sein können, dabei aber immer sweet bleibt, weil die fantastischen Darsteller authentisch und unaufgeregt ihre Rollen leben. Joachim Trier interessiert sich mehr für das Innenleben seiner Charaktere, statt auf gefälliges Abarbeiten von Genre-Klischees zu bauen, filmt einzelne Situationen aber auch ein bisschen zu lange ab, um die Wesenszüge seiner Figuren zu etablieren. Und weil sich „The Worst Person in the World“ nie so recht einigen kann, ob er…

  • Ghostbusters: Afterlife

    Ghostbusters: Afterlife

    ★★★½

    Mehr dazu in der Videokritik: youtu.be/3t1WqdFlQrM

    Ein Film, der mich ganz kurz wieder 8 Jahre alt werden lässt, damals als die „Real Ghostbusters“ im Fernsehen und die wirklich „echten“ zum zweiten Mal im Kino aufschlugen. Seither hat das Franchise einen besonderen Platz in meinem Herzen, den ich vor allem nach dem missglückten Reboot für unerreichbar hielt. Jason Reitmann drückt nun aber genau die richtigen Knöpfe von Protonenstrahler und Geisterfalle, versammelt einen grundsympatischen Cast und zelebriert die Übergabe des Franchise-Staffelstabs.

    Insgesamt…

  • The Last Duel

    The Last Duel

    ★★★½

    Ridley macht auf „Rashomon“, erzählt eine Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, über Egos, Männlichkeit, Geschlechterrollen und narzisstische Gockelkämpfe. Nicht immer ganz rund, aber packend.

    Komplette Kritik als Video: youtu.be/0XevsfyXc-4

  • The Night House

    The Night House

    ★★★½

    David Bruckner fehlt zwar noch der große Wurf, vor allem im Vergleich zu Ari Aster (Hereditary) oder Robert Eggers (The Witch), die aus dem Stand Meisterhaftes vollbracht haben, aber Bruckners Anthology-Filmen oder seinem Folklore-Horror „The Ritual“ merkt man deutlich an, dass da jemand eindeutig mit den Regeln und Manierismen des Genres umgehen kann. Und solche Leute, die gibt’s nicht oft. Bruckner hat insbesondere ein Händchen für Stimmung, für Bedrohliches und Unbehagen. Auch wenn „The Night House“ nicht auf JumpScares verzichtet,…

  • Candyman

    Candyman

    ★★★½

    „Candyman“ beginnt so unscheinbar und dennoch effektiv wie es nur geht: Die Kamera fährt langsam durch Chicagos nebelverhangene Häuserschluchten. Es ist schwer auszumachen, wo oben, wo unten ist. Die Dichte des Nebels erzeugt Unbehagen, viel mehr aber die Tatsache, dass nicht ersichtlich wird, was genau dahinter liegt. Allein diese, oberflächlich betrachtet simple Einstellung macht deutlich - die Macher wissen genau was sie tun, vor allem kennen und schätzen sie das Quellmaterial.

    Als „Candyman“ im Jahr 1992 in die Kinos kam,…

  • Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

    Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

    ★★★½

    Heute mal keine extra Kritik in geschriebener Form, besser als in 12 Minuten Video kann ich es eh nicht ausdrücken. Kurz: ich mocht‘s sehr!

    Zur Video-Kritik: youtu.be/RDErUif87P0

  • Fabian: Going to the Dogs

    Fabian: Going to the Dogs

    ★★★½

    Völlig irres, regelrecht berauschendes Kino, voller Experimentier- und Spielfreude, gewagt und sperrig und rund 4 Stunden zu lang, obwohl es „nur“ 3 Stunden läuft. Ich musste oft lachen, nicht weil die Witzdichte so hoch wäre, sondern weil ich irritiert befremdet, teils ungläubig dem wirren Treiben, den absurden Dialogen folgte, bis mich dann eine der vielen weirden oder schlicht zu langen Szenen wieder aus der Faszination löste. Die Schauspieler schwanken zwischen punktgenau besetzt und Dilettantismus fröhlich beschwipst umher, der Rest verschwimmt im…

  • Free Guy

    Free Guy

    ★★★½

    Zur Video-Kritik: youtu.be/hsKWJkZjxOM


    Ein Disney/Fox-Blockbuster über Videospiele ala GTA, der für Individualität, Kreativität und Selbstverwirklichung wirbt? Genau mein Humor. Davon mal ab als Zelebration von Nerdtum und Gaming-Kultur ein wirklich gelungener Spaß, der vor allem endlich mal wieder auf die übliche Ryan Reynolds Show verzichtet und ihn stattdessen einen Charakter spielen lässt. Ein bisschen Liebe, ein bisschen zu viel Taika Waititi, ein paar schöne Gags, ein paar maue, ein schönes Cameo und viele, viele Insider für Videospieler, die nicht für Unkundige erst endlos auserklärt werden.

  • Black Widow

    Black Widow

    ★★★½

    Ich bin schwer überrascht. Das aus dem Hause Marvel noch Filme ohne große Weltenbedrohung erscheinen, die im Mittelteil das Superhelden-Theater auch mal komplett einstellen und nur von Figurenbeziehungen erzählen…hätte ich nicht mehr mitgerechnet. Ich dachte, die Formel ist klar: kein echter Anfang, weil Bezug zu 23 anderen MCU-Filmen genommen werden muss, dann kommt der generische Bösewicht, Explosion A, B und C, ein richtiges Ende gibt’s dann leider nicht, weil ja noch die Weichen für 3 neue MCU-Filme gestellt werden müssen.…