BeHaind has written 45 reviews for films rated ★★★½ .

  • La Belle Époque

    La Belle Époque

    ★★★½

    Geheimtipp! Toll gespielt und wahnsinnig verspielt geschrieben und inszeniert. Wenn nur die Charaktere nicht durchweg zynisch und toxisch wären. Und trotzdem: So herrlich ur-französisch.

  • The Trial of the Chicago 7

    The Trial of the Chicago 7

    ★★★½

    Die erste Hälfte ist der Knaller. Da erscheinen  Aaron Sorkins Charaktere und die Dinge, die er ihnen in den Mund legt, noch hochgradig unterhaltsam. Die Handlung zieht mit fantastischem Pacing voran, trotz der Verankerung im Gerichtssaal bleibt „Trial“ spannend.

    Dann werden aus den zynischen Wortgefechten der Figuren aber plötzlich immer häufiger seltsam unehrlich wirkende Oneliner, Sorkin verliert sich in Plattitüden und pathetischen Ansprachen, das Ende ist dann sogar reinster Kitsch. Lässt sich aber verschmerzen, dafür ist der Rest zu gut.

  • Onward

    Onward

    ★★★½

    Das erste Drittel ist reichlich zäh - die Exposition schleppt sich etwas, die Gags sind so lala und recht lange ist überhaupt nicht klar, wohin die Reise narrativ gehen soll. 
    Aber dann setzt wortwörtlich die Magie von „Onward“ ein und aus einem eher gewöhnlichen Highschool-Theater mit Elfen und Manticoren wird plötzlich ein rasantes Abenteuer, in dessen Kern ein tief berührende Geschichte um Vaterfiguren, Vorbilder und Selbstfindung steht. Ganz nebenbei feiert „Onward“ ein Festival nerdiger Querverweise auf Dungeons and Dragons, Fantasykultur…

  • Jojo Rabbit

    Jojo Rabbit

    ★★★½

    Die goldene Regel besagt: jeder/s Film/Video, das mit David Bowies „Heroes“ endet, ist automatisch toll!

    Davon mal ab: tonal ziemlich uneben, das Drehbuch weiß auch lange nicht richtig wohin, aber die Figuren sind herrlich, manche Situationen zum Schießen komisch und am Ende wird‘s nochmal richtig rührend. Mochte ich

  • Marriage Story

    Marriage Story

    ★★★½

    Joaquin Phoenix muss jetzt ganz stark sein - aber das wird nächstes Jahr vermutlich wieder nix mit dem Oscar. Und als jemand, der regelmäßig dabei zusehen muss, wie sich Scarlett Johannson an belangloses Comic-Theater verschenkt, ist es einfach nur beruhigend schön zu sehen, was für eine kraftvolle und rohe Leistung ein Charakter-Regisseur aus ihr rauszuholen vermag.

    Ein starker, exzellent geschriebener Film, dessen einzelne Momente leider zu oft keinen Schlusspunkt finden.

  • Booksmart

    Booksmart

    ★★★½

    Killer-Soundtrack, großartige Darsteller, ein gutes Auge für Timing und herzliche Momente, herrlich frech und scharfzüngig und...sympathisch wie Sau.
    Der Rahmen ist dann aber doch zu sehr Schema, alle üblichen Teenie-Movie Klischees werden einmal durchgereicht, auch wenn es zumindest ansatzweise frisch verpackt wirkt. Wird gegen Ende aber immer besser.

  • Dolemite Is My Name

    Dolemite Is My Name

    ★★★½

    Ich weiß, ich weiß - Eddie Murphy ist zurück, aber...wo war denn bitte Wesley Snipes all die Jahre?!! DAS Comeback des Jahres.

    Anyway: schönes, kleines Quasi-Biopic, dem es für meinen Geschmack zwar zu sehr an Ecken, Kanten und Tiefe fehlt, aber das macht der Film immerhin mit viel Leidenschaft und guter Laune wieder wett. Und wie gesagt: Wesley Snipes!

  • Toy Story 4

    Toy Story 4

    ★★★½

    Hat immer noch genug Herz und Seele, um selbst erwachsene, 2 Meter-Männer (womit DEFINITIV nicht ich gemeint bin) zu Tränen zu rühren, fühlt sich aber nach dem sehr runden dritten „Toy Story“ wie eine Zugabe an, nach der niemand recht gefragt hat. Die Geschichte ist ohne Frage unterhaltsam, wirkt im Vergleich zum qualitativ besseren Teil des Pixar-Ouvres gerade mal wie eine Fingerübung. Der vielgepriesene Forky hat mir als Charakter nichts gegeben, dafür sorgen Kay & Peele als Plüschküken und -häschen für schöne…

  • Once Upon a Time… in Hollywood

    Once Upon a Time… in Hollywood

    ★★★½

    Wäre „Once upon a Time in Hollywood“ Quentin Tarantinos letzter Film - es würde mich kaum wundern. Wie kein anderer seiner Filme wirkt dieser wie die Amalgamierung seines Gesamtschaffens. Die lose Plotstruktur eines „Pulp Fiction“, die unverhohlene Verbeugung vor einer Zeitperiode und ihren Popkultur-Ikonen wie in „Kill Bill“. Die wilden Exploitation-Eskapaden aus „Inglorious Basterds“. Die ellenlangen Dialoggefechte eines „Jackie Brown“. Und der seltsame Mix aus verfilmtem Fuß-Fetisch und Verbeugung vor dem Stuntkino in „Death Proof“.

    Noch dazu trommelt er nahezu…

  • Upgrade

    Upgrade

    ★★★½

    Kleines Science-Fiction-Action-Highlight, das völlig unverständlicherweise nicht bei uns im Kino lief. Der Hauptcharakter könnte sympathischer sein, der Twist am Ende nicht so platt, aber bis dahin war das eine fein inszenierte Zukunftsvision, mit sehr sauber gemachten Kampfszenen.

  • Escape Room

    Escape Room

    ★★★½

    Treffen sich drei Autoren. 
    Sagt der eine: „Lass ma Saw...!“ 
    Der Zweite: „Ja, aber auch‘n bisschen Cube.“
    Der Dritte: „Und noch Finchers The Game!“
    Alle klatschen sich ab.
    Kommt ein Regisseur dazu: „Jo Peeps, wir schreiben da aber schon noch ein paar Charaktere rein, die zur Abwechslung mal nicht den üblichen Stereotypen entsprechen?! Und inszenieren das so, dass den Leuten tatsächlich der Atem stockt?!“
    Alle so: „Na aber!“
    David Hain so: 😊👌

  • Vice

    Vice

    ★★★½

    Deutlich besser als Adam McKays „Big Short“, bei dem sich die Thematik und McKays mitunter rotziger Ton nicht so recht vermählen wollten. Auch „Vice“ hat mitunter mit der Tatsache zu kämpfen, dass McKay eine bissige Satire aus einer Sache machen will, die eigentlich bereits historisch gelebte Realsatire und irgendwie auch so gar nicht zum Lachen ist.

    Mich hat Dick Cheneys Geschichte schwer fasziniert, weil ich bisher kaum Details dazu kannte. McKays Inszenierung trifft dabei überwiegend die richtigen Töne, verliert sich…