Enola Holmes ★★★½

Die Netflix-Produktion Enola Holmes war eine richtig positive Überraschung für mich. Ein leichtfüßiger und charmanter kleiner Film mit einer äußerst sympathischen Hauptdarstellerin, der ich bei ihrer Spielfreude einfach gerne zugesehen habe.

Millie Bobby Brown trägt den Film im Prinzip ganz alleine und versprüht dabei stets gute Laune, ein charmantes Augenzwinkern und eine unglaublich positive und ansteckende Energie. Da kann ich verschmerzen, dass mich der restliche Cast nicht wirklich überzeugt hat.

Der junge Louis Partridge kann leider nicht mit seiner Schauspielerkollegin mithalten. Zudem will der muskulöse, wenn hier auch nicht unsympathische, Henry Cavill nicht so ganz zur Rolle des cleveren Sherlock Holmes passen und Helena Bonham Carter hat einfach viel zu wenig Screentime.

Auch die eigentliche Story hat mich jetzt nicht besonders umgehauen und ist nicht mehr, als ein simpler und wenig clever ausgearbeiteter Kriminalfall. Und auch das Mysterium um die verschwundene Mutter wird dann doch recht unspektakulär aufgelöst. Besser gefallen hat mir dann schon der subversive und feministische Unterton des Films.

Denn im Kern ist Enola Holmes ein starkes Plädoyer für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und dafür, seinen eigenen Weg im Leben zu gehen. Mit dieser starken Botschaft in Verbindung mit der überzeugenden Hauptdarstellerin, hat mir Enola Holmes trotz der kleineren Abstriche zwei absolut unterhaltsame Stunden beschert.

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