Suspiria

Suspiria ★★★★★

"Sweet Girl, what do you ask?"

"...die."

Vergesst das was ich bei meiner A Quiet Place Review gesagt habe! Ich habe einen neuen Anwärter für den aus meiner Sicht besten Film des Jahres 2018. Verdient hat es Suspiria alle male, denn mich hat der Film nicht nur schockiert und verstört, sondern am Ende auch emotional berührt. Warum ich aber das Remake von dem 1977 Suspiria besser finde, versuche ich hier zu erklären.

Bevor wir aber dazu kommen, fange ich mal mit den bei mir schon üblichen Teil der Schauspieler an. Wo soll ich hier nur anfangen? Viele kennen Dakota Johnson aus den Fifty Shades of Grey Filmen, aber leider kennen sie viele auch nur deswegen und nicht für Rollen wie Susie Bannion (Suspiria) oder Emily Summerspring (BTatER), was ich schon recht schade finde. Hier zeigt sie was sie wirklich kann und überzeugt auf ganzer Linie! Jedoch ist es nicht sie den den Film auf den Schultern trägt, sondern Tilda Swinton, welche auch gleich in 3 Rollen hier vertreten ist. Alle drei, einer mehr Screentime als andere, verkörpert sie mit solch Bravour, das man diese Leistung sowie die Charaktere nicht mehr so schnell vergisst! Wen man aber nicht vergessen darf, ist Mia Goth. Sie war neben Tilda Swinton und Dakota Johnson definitiv mein Highlight des ganzen Filmes.

Da Suspiria ein Remake auf den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1977 von Dario Argento ist, habe ich mir ein paar Erwartungen an den Film gestellt, welcher er so gut wie alle erfüllt hat. Das einzige Problem dabei ist: Es ist kein wirkliches Remake, denn von dem Original erkennt man bis auf die Namen der Figuren und der Tanzschule nicht wirklich viel. Das ist in diesem Fall aber definitiv nichts schlechtes, denn ich finde es gut wenn ein Remake sich so abgrenzt das man es schon wieder als Original durchlassen könnte.

Wo Herr Argento noch auf die Technicolor Optik setzte, setzt Regisseur Luca Guadagnino auf die Triste, Grau / Brauntönige Optik, welche wunderbar zu dem Geteilten Berlin in der DDR passt. Dann kommt auch noch die wunderbare Kameraführung von Syombhu Mukdeeprom dazu, welcher die Möglichkeiten welche man in solch einem Setting nur haben kann super ausnutzt und dem Zuschauer Bilder gibt, welche er nicht so schnell vergessen wird.

Warum aber bewerte Ich das Remake von Suspiria denn nun besser als das Original von Dario Argento aus dem Jahre 1977? Ich kann selber nicht genau sagen warum. Ich habe mich auch schon gefragt wie ich das Remake besser bewerten kann als das Original, denn auch dies fand ich wirklich klasse. Ich möchte noch anmerken, das ich mich an das Original aus dem Jahre 1977 nicht mehr allzu gut erinnern kann, weswegen sich meine Bewertung nach einem Rewatch ändern kann.

Was ich aber sagen ist, das ich den Soundtrack aus dem Remake besser fand als den von dem Original. Viele finden zwar den damaligen Soundtrack besser, aber zum glück sind die Geschmäcker verschieden. Zurück zum Remake. Es ist eine Schande das Thom Yorke keine Oscar Nominierung hierfür bekommen hat, denn der Soundtrack ist mehr als perfekt. Viele fanden das am Ende ein falsches Lied genommen wurde - Warum möchte ich aufgrund von jener, die diesen Film noch nicht gesehen haben vermeiden -, ich jedoch muss sagen, das es perfekt zu der Szenerie und dem Geschehen passte. Stellen wie die "Volk" Tanzaufführung bleiben mir wegen dem Soundtrack und der Inszenierung sowie der Schauspielerischen Leistung von Dakota Johnson und Mia Goth für eine Weile im Gedächtnis, bevor ich sie vergessen und damit endgültig abschließen kann.

Noch habe ich nichts über die Handlung gesagt, was ich ein wenig Komisch finde. Also: Handlung als nächstes!

Diese hat wie ich oben schon sagte bis auf die Namen der Figuren sowie der Location und dem Allgemeinen Thema rund um Madame Blanc und Helena Markos sowie Susie Bannion nicht mehr viel zutun. Außerdem ist der Film auch noch eine ganze Stunde länger und gegen Ende hin brutaler als das Original. Außerdem hat man sich entschieden sich ein komplett neues Ende auszudenken, wozu ich nichts sagen werde weil Spoiler und so. Allgemein will ich nicht viel zur Handlung sagen denn, es sollte jeder diesen Film für sich selber erleben und entdecken. Fakt ist: Das Ende hat mich vor allem wegen den Liebenswerten Figuren alà Susie, Sara und Madame Blanc auch emotional berührt, was ich nie bei solch einem Film gedacht habe. Zudem wird der Film in 6 Akten und einem Epilog erzählt, welche am Anfang kryptisch, durch zuerst wenig vorhandene Infos erzählt werden. Dies ändert sich natürlich mit der Zeit. So, das soll es aber auch gewesen sein. Schaut den Film!!!

Was natürlich nicht fehlen darf, ist die Brutalität und so wie sie es vor allem an einer Stelle am Ende des ersten Drittels dargestellt haben. Dieser Tod war bei weitem einer der Brutalsten die ich jemals gesehen habe, jedoch wurde danach dann auch wieder auf Brutale Tode oder sonst irgendwas in der Art verzichtet. Ich bin jetzt keiner der bei Gore oder sonst was in der Art zusammen zuckt, aber dieser eine Tod war selbst für meine Verhältnisse extrem Brutal. Aber auch extrem gut dargestellt.

Fazit

Schaut den Film. Mehr möchte ich zu Suspiria eigentlich nicht mehr wirklich sagen. Schauspielerisch ist das alles auf einem ganz hohem Niveau, der Soundtrack ist Oscar würdig, die Cinematography ist herausragend, die Sets sind einzigartig und die Atmosphäre verdammt gut! Mein Film des Jahres 2018, bei weitem.

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