Sword of God ★★★½

Was für ein Brett von Film. Sword of God erdrückt einen mit seinen durchdringenden Bildern und der allgegenwärtig brodelnden Stimmung.

In Vorbereitung darauf, dass die Christen in Kürze in das Land einmarschieren, wurden zwei Ritter entsandt, um einen paganen Stamm auf eben diese Annektierung durch das Christentum vorzubereiten. Mit allen nötigen Mitteln.

Dabei ergibt sich eine Geschichte, erfüllt von moralischer Ambivalenz und mit vielen Bildern, die Freiraum für Interpretationen geben. Gerade auf visueller Ebene zwingt einen Sword of God mitunter auf die Knie und ist gleichermaßen wunderschön wie grotesk gefilmt. Gepaart mit toller Maskenarbeit und eindringlichem Schauspiel entsteht eine einzigartige und mystische Atmosphäre, die in vielen Szenen atemberaubend ist.

Sword of God ist in seiner Einzigartigkeit gleichzeitig auch ziemlich speziell und man sollte wirklich in der passenden Stimmung für ein solch intensives, erdrückenden, anstrengendes und sich nur langsam entfaltendes Erlebnis sein. Aber Letzteres ist der Streifen unbestreitbar: Ein Erlebnis.

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