Lost in Translation ★★★½

So Sven, Rewatch gestartet...und dieses mal hat mich der Film tatsächlich gefangen.
Kein Vergleich zur ersten Sichtung vor einigen Jahren.
Danke, dass du mich nochmal darauf aufmerksam gemacht hast.

Sofia Coppola besticht in "Lost in Translation" durchgehend mit ihrem ruhigen Erzähltempo, welches aber zu keiner Zeit schleppend wirkt, sondern die Figuren und ihr wankendes Innenleben immer weiter offenbart.

Zwei Menschen finden sich in der Fremde und geben sich selbst den liebevollen Halt, den sie im Farbenmeer von Tokio, in der Isolation des Hotelzimmers und dem eigentlichen Wahnsinn der Metropole, verloren haben.

Zwischen Tragik und Komik wird ein intimes Netz aus Melancholie, Authentizität und echten Gefühlen gesponnen, das sich zu keinem Zeitpunkt in abgedroschenen Rührseligkeiten verläuft oder den Fehler macht, gar die sexuelle Ebene zu betreten.

Die Befremdlichkeit Japans wird durch die beiden Hauptdarsteller grandios dargestellt, allen voran Bill Murray, dessen Mimik während des ganzen Films fantastisch die Verwunderung über die Kuriositäten des Landes widerspiegelt.

Über Scarlett muss man nicht viel sagen, unglaublich tolle, natürliche Darstellung.
Was für eine bezaubernde Frau!

Ich war Gestern scheinbar in der richtigen Stimmung, mich diesem Film komplett zu öffnen...
Es war wie einziges Verlieren, im Verlorensein. 🤷🏼‍♀️

Kennt eigentlich irgendwer S. Coppola's
"The Virgin Suicides"?

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