Dracula Untold ★★½

Als Neuinterpretation des kultigen Blutsauger-Stoffes zeigt Dracula Untold durchaus ein paar nette Ansätze. Den mit Luke Evans gut besetzten Vlad, als Beschützer der Unschuldigen und liebenden Familienvater aus Verzweiflung in die Hände des gefürchteten Vampirismus zu treiben, wirkt im ersten Moment zumindest nicht gänzlich einfallslos. 

Spätestens nach 30 Minuten ist allerdings jedwede Originalität verflogen und Dracula Untold verkommt zu einem unausgegorenen Hin und Her zwischen Pseudo-Historiendrama und Horror/Action-Geprügel. Sei es die fehlende Zielstrebigkeit, oder aber das mit jedem Schwertschwung spürende, eigene Ausbremsen für das Erreichen einer familienfreundlichen Altersfreigabe, aber Universal lässt beim Versuch, den klassischen Monstern frisches Leben einzuhauchen, erneut erstaunlich viel liegen. 

Gemessen an der überschaubaren Laufzeit lässt sich Dracula Untold zwar durchaus angenehm weginhalieren, so richtig rund wirkt die von Gary Shore auf Leinwand gebannte Chose aber leider zu keinem Zeitpunkt. Zwar bei weitem nicht so furchtbar, wie der im selben Jahr erschienene I, Frankenstein, oder aber das katastrophale Vergehen an dem Mumien-Stoff mit Tom Cruise, aber letztlich auch wieder nur ein vergessenswerter Beitrag aneinandergereihter Trivialitäten. Schade!