• Guns Akimbo

    Guns Akimbo

    ★★★½

    Samara Weaving und Daniel Radcliffe schießen sich als moderne Gladiatoren in konstant hohem Tempo durch die Köpfe diverser Bösewichte. Das Ganze ist weder tiefsinnig oder clever, noch jagt Lei Howden irgendwelchen metaphorischen Ambitionen hinterher. Dafür aber erweist sich Guns Akimbo als prächtiger, völlig überdrehter No-Brainer, der mit seinem charismatischen Hauptdarsteller-Duo, seinem treffsicheren Humor und allerhand blutigem Gekröse knackig durch die Laufzeit schreddert und sich dafür - völlig zu recht - ordentlich abfeiert. 

    Das Ding vor'm schlafen gehen anzuschmeißen, war jetzt auch nicht die beste Idee, die ich heute hatte. LSD wäre vermutlich beruhigender gewesen.

  • Hunt for the Wilderpeople

    Hunt for the Wilderpeople

    ★★★½

    Mit Sam Neil in der Rolle des mürrischen Uncle Hec und Julian Dennison, der den kleinen, rebellischen Wonneproppen Ricky mimt, erklügelt Waititi ein herzallerliebstes Buddy-Gespann, das sich auf prächtig überspitzte Art und Weise durch sämtliche - in den letzten Jahrzehnten fest verankerten - Leinwandklischees manövriert. Humorvoll, skurril und das Herz am rechten Fleck! Prima!

  • Zombie Flesh Eaters

    Zombie Flesh Eaters

    ★★★★½

    Nur ein Jahr nach George A. Romeros Genre-Epos Dawn of the Dead schickt der König des atmosphärischen Schreckens Lucio Fulci unter dem Originaltitel Zombi 2 die italienische Antwort auf den amerikanischen Untoten-Hit ins Rennen. Doch, wenngleich sich Fulci auf erzählerischer Ebene nicht mit Romero zu Messen vermag, hat es Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies überhaupt nicht nötig im Schatten seines Vorbildes zu wandeln. Während Romero seinem – über die Jahre zum Kult-Hit avancierten – Horrorfilm gesellschaftskritischen Subtext beimaß, verzichtet…

  • The Postcard Killings

    The Postcard Killings

    ★★

    Blasses Thriller-Drama ohne erkennbare Stärken. Mit Jeffrey Dean Morgan hat man hier zwar einen überaus charismatischen Hauptdarsteller an der Angel, der allerdings weiß das zähe Unterfangen auch nicht aufzuwerten. Enttäuschende Angelegenheit.


    PS: What the hell happened to Famke Janssen?

  • Grand Isle

    Grand Isle

    ★½

    Das gute an schlechten Filmen mit Nic Cage ist ja, dass sie eben immer noch Nic Cage haben. Ansonsten versenkt Grand Isle seinen ganz viel versprechenden Start aber schon nach kürzester Zeit in einem konfusen Schlamassel aus schlecht gezeichneten Charakteren und dämlichen „Twists“. Was bleibt, ist ein weiterer stupider B-Thriller, den Cage nicht zu retten vermag und der Beweis, dass ich bei drei in kürzester Zeit auslaufenden Filmen auf Amazon immer die falsche Wahl zu treffen scheine. Meh...

  • Dracula Untold

    Dracula Untold

    ★★½

    Als Neuinterpretation des kultigen Blutsauger-Stoffes zeigt Dracula Untold durchaus ein paar nette Ansätze. Den mit Luke Evans gut besetzten Vlad, als Beschützer der Unschuldigen und liebenden Familienvater aus Verzweiflung in die Hände des gefürchteten Vampirismus zu treiben, wirkt im ersten Moment zumindest nicht gänzlich einfallslos. 

    Spätestens nach 30 Minuten ist allerdings jedwede Originalität verflogen und Dracula Untold verkommt zu einem unausgegorenen Hin und Her zwischen Pseudo-Historiendrama und Horror/Action-Geprügel. Sei es die fehlende Zielstrebigkeit, oder aber das mit jedem Schwertschwung spürende, eigene Ausbremsen…

  • Fantasy Island

    Fantasy Island

    ★★

    Fantasy Island beginnt mit seiner drolligen Art tatsächlich ganz unterhaltsam, wird schlussendlich aber mit jeder Minute, in der er cleverer und ernster werden will, immer dümmer. Am Ende hat sich das Blumhouse-Produkt leider schon zu früh selbst das Standbein weggetreten, ehe es seine Horror-Elemente noch gewinnbringend ausspielen könnte. Ein Schlamassel.

  • Die Hard

    Die Hard

    ★★★★½

    John McClane, der im Feinripp-Unterhemd den Nakatomi Plaza von terroristischem Abschaum befreit, ist nicht nur weihnachtliches Pflichtprogramm, sondern wahrlich einer der besten Action-Kracher aller Zeiten!

  • National Lampoon's Christmas Vacation

    National Lampoon's Christmas Vacation

    ★★★★★

    „Hey, Griswold, wo wollen Sie denn das Riesenbäumchen hin stecken?“

    „Bücken Sie sich, dann zeige ich‘s Ihnen.“

    Der König unter den Weihnachtsfilmen!

  • The Wretched

    The Wretched

    ★★★

    Man könnte The Wretched natürlich (zurecht) vorwerfen in einem Sumpf gut gemeinter Hommagen zu versinken, ohne sich dabei jedweder kreativer Selbstständigkeit bewusst zu sein. Letztlich zeichnet aber doch irgendwie genau diese Mutlosigkeit dafür verantwortlich, dass das Pierce-Brothers-Produkt nicht übermotiviert die Ambitions-Treppe hinauf stolpert. Angenehm unprätentiös hangelt sich der Hexen-Horror durch seine simple Szenerie und lässt seiner Bedrohung in pointierten Dosen freien Lauf. Gut aufgelegte Darsteller und eine gelungene Effektarbeit sorgen letztlich dafür, dass es bei The Wretched - trotz schmerzlichst…

  • Black Water: Abyss

    Black Water: Abyss

    ★★★

    Dreizehn Jahre nach Black Water setzt Regisseur Andrew Traucki erneut auf schuppigen Animal-Horror und serviert mit Black Water: Abyss das Sequel zu seiner Low-Budget-Überraschung. Black Water: Abyss ist dabei jedoch kaum als wirkliche Fortsetzung zu bezeichnen, denn mit dem Erstling hat der neuste Teil rein gar nichts zu tun. Der Austragungsort des Geschehens verlagert sich von den Mangrovensümpfen Nordaustraliens in ein unterirdisches Höhlensystem. Wer dabei direkt an 47 Meters Down denken muss, der für seine Fortsetzung einen ganz ähnlichen Weg…

  • The Hobbit: The Desolation of Smaug

    The Hobbit: The Desolation of Smaug

    ★★★½

    Als großer Fan von langen, ausgedehnten Einführungsgeschichten, sinkt meine Begeisterung für das Mittelstück, ähnlich wie bei Lord of the Rings (natürlich alles im überschaubaren Bereich), auch hier wieder ein wenig ab. Trotzdem schlägt sich The Desolation of Smaug, als mittleres Kind, das wie immer den undankbaren Job des Bindegliedes zwischen der Einführung in eine große wundervolle Welt und dem epischen Finale übernehmen muss, ausgesprochen souverän. Peter Jackson nutzt die großzügige Ausdehnung der Buchvorlage um bekannte Charaktere auszubauen, neue einzuführen und zwischendurch…