The Holy Mountain

The Holy Mountain ★★★★

Jodorowsky erschafft ein mystizistisches Werk voller Zynismus und ausschweifenden Bildern, innerhalb einer kulturell zerstörten Gesellschaft, getragen von paradoxer Religion, die keinerlei geistige Zukunft besitzt. Doch inmitten der arbiträr wirkenden Atmosphäre, liegt die Sehnsucht nach Unsterblichkeit, trotzdem nicht fern.

Doch so willkürlich und unwirklich, die Verhältnisse einem vorkommen, so menschlich naiv, sind sie trotzdem gezeichnet. Es ist nicht unbedingt real, aber in Jodorowskys Welt, trotzdem von Menschlichen Wesen erschaffen. In all dieser kraftlosen Hoffnungslosigkeit sehnt sich Jodorowsky, nach Partizipation und Solidarität, doch sollte jeder zuvor an sich selbst Glauben.

Es ist kein Erzählerisches Meisterwerk, aber in seinem skurrilen Stil und seiner merkwürdigen Atmosphäre, vollkommen einzigartig. Nichts ist Real, aber dadurch wie es scheint, wirkt es Real. Die Erleuchtung findet man nicht an einem materiell geschaffenen Ort, sondern nur im eigenen selbst.