Moonrise Kingdom ★★★★

Corona Challenge #75: Ein Feel Good Film

Oh Mann, Wes Anderson ist echt ein Unikat. Mit Ari Aster zusammen ist er für mich der Regisseur mit den interessantesten und skurrilsten Kulissen. Nicht, dass die beiden sonderlich vergleichbar wären.
Skurril trifft hier es hierbei auch ziemlich gut. Wer "Grand Budapest Hotel" oder irgendeinen anderen seiner Filme gesehen hat, den wird das nicht so überraschen, aber dennoch wirkt für mich keiner der beiden Filme, die ich von ihm gesehen habe sonderlich wie ein Abklatsch des anderen. Die stilistischen Gemeinsamkeiten sind nicht zu übersehen aber ansonsten können beide Filme sehr gut für sich alleine stehen.
"Moonrise Kingdom" ist im Prinzip eine abgedrehte und eigenartige Coming of Age Story in Starbesetzung (ich weiß echt nicht, wie Wes Anderson jedesmal so einen Cast zusammenbekommt) mit skurrilen Dialogen und Situationen. Alles wirkt gerade noch so realistisch, dass man die Bindung zu den Figuren behält, ist aber zugleich gerade so daneben, dass es einen ganz eigenen, ja eben entrückten Charme bekommt, der am Ende denke ich den Feel Good Charakter seiner Filme ausmacht. Und dennoch haftet dem Ganzen dabei in manchen Szenen eine gewisse subtile Melancholie an, vor allem in den Szenen mit Bill Murray.
Insgesamt ein wirklich toller skurriler Ensemblefilm, der Lust auf "The French Dispatch" macht, der hoffentlich dieses Jahr noch rauskommt.