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  • Adaptation.

    Adaptation.

    ★★★★★

    Mein persönlicher Lieblingsfilm mit Nicolas Cage, obwohl er hier trotz Doppelrolle für seine Verhältnisse relativ zurückgenommen agiert (auch wenn beide Kaufmans natürlich trotzdem ganz wunderbare Exzentriker sind).

    Als er damals 2003 in Deutschland ins Kino kam, habe ich den Film gleich 4-5 Mal in den ersten zwei Wochen geschaut, dann vergangenes Jahr das erste Mal seit einer halben Ewigkeit wieder und jetzt hatte ich auch mal wieder Lust auf einen Film, den ich wegen seines Humors liebe, aber der wegen seiner finalen Tragik so ein gelungenes Meisterwerk ist.


    #WeLoveTheCage

  • Bringing Out the Dead

    Bringing Out the Dead

    ★★★★

    Grandioser gefilmte und geschnittene Tour de Force. Im Mittelpunkt: ein Rettungssanitäter, der eigentlich nur hinschmeißen will und immer weiter in den Wahnsinn abgeleitet. Die Rolle gibt Nicolas Cage natürlich mal wieder Raum für ganz große Gesten und weit aufgerissene Augen, die uns in die düstere, auf Erlösung hoffende Seele seiner Figur schauen lassen.

    Btw.: Toller Nebendarstellercast mit bekannten Gesichtern bis in die kleinsten Sekundenrollen.

    Teil der Nicolas Cage Challenge - Season 3

  • The Secret of the Count of Kaunitz

    The Secret of the Count of Kaunitz

    ★★

    Im Alter von 15 Jahren gedrehtes Frühwerk des 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief. Die Dialoge sind zum Fremdschämen, aber haben in ihrer tonal vielfachen Entrücktheit auch etwas für sich. Etwas schade, dass der durchaus reizvolle Mystery-Plot doch dann so schnell entzaubert wird (wobei die „Ich Graf erkläre euch mal alles“-Szene ihren Reiz hat).

    Und wer denkt, Marvel hätte es erfunden, mit Post-Credit-Szenen ein Universum zu bauen, das hat der Schlingensief hier schon 1977 versucht (nur ist das Sequel nie gekommen).

  • Do the Right Thing

    Do the Right Thing

    ★★★★

    Eigentlich wollte ich Spike Lees Klassiker heute im Kino auf der großen Leinwand nachholen, aber aufgrund der aktuellen Situation werden Filme erst mal nur zu Hause geschaut – und zum Glück gab es „Do The Right Thing“ auch bei einem Streaminganbieter im Originalton (und günstig).

    Lees Film rund um die Ereignisse in einer Straße in Brooklyn an einem besonders heißen Sommertag ist unglaublich intensiv, geht dank viel Geschrei an die Nerven und ist erstklassig gespielt. Manche Schlenker haben sich mir…

  • The Oscar

    The Oscar

    Endlich eine große Filmlücke geschlossen und einen der berüchtigtsten Hollywood-Filme gesehen, jenen Film, über den so viele tolle Geschichten kursieren, der dafür verantwortlich sein soll, dass die Academy keine Filmproduktionen mehr unterstützt und offizielles Oscar-Material nutzen lässt und der dafür gesorgt haben soll, dass der legendäre Autor Harlan Ellison noch im Kino in Tränen ausbrach, als er gesehen hat, was aus seinem Skript wurde (nachdem ihm während des Drehs jeder Einblick verweigert wurde). Und ja, „The Oscar“ hält alle diese…

  • Color Out of Space

    Color Out of Space

    ★★★★

    Nicolas Cage schreit „Alpaka“, ist blutverschmiert, zieht eine Fratze, ist mit dem einzig ihm ebenbürtigen Schauspieler (Marlon Brando!) in einem Film, dreht am Ende komplett ab und die Leinwand färbt sich neon-pink: Was will man mehr? Cage hätte zusätzlich noch den Refrain von Brooke Frasers „Something In The Water“ singen sollen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

    Teil der Nicolas Cage Challenge - Season 3

  • The Rider

    The Rider

    ★★★★

    Bewegendes und grandios gefilmtes Drama über einen Rodeo-Reiter, der nach einer schweren Verletzung eigentlich nicht mehr reiten kann.

    Hatte allerdings streckenweise das Problem, dass die Besetzung mit Laien, die sich quasi selbst spielen, nicht ganz aufgeht und manchmal statt damit eigentlich einhergehender Authentizität den gegenteiligen Effekt hat. Da gibt es dann Szenen, in denen „The Rider“ mehr wie eine Dokumentation wirkt, in der die Protagonisten ihre Erlebnisse der Filmemacherin erzählen statt den Kumpels (Lagerfeuer-Sturzgeschichten) oder in denen Dialoge zu sehr…

  • Rattlesnake

    Rattlesnake

    ★★

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Widerspricht der iPhone-Aussage von Rian Johnson, weil am Ende die Hauptfigur dann doch zur Mörderin wird, doch das ist schon das nahezu einzige überraschende Element von „Rattlesnake“.

    Daneben wird in diesem Netflix-Film viel zu wenig aus der durchaus spannenden Ausgangssituation gemacht, weil dann doch lieber auf ein paar billige Schockversuche gesetzt wird statt sich wirklich mit dem Konflikt der Protagonistin zu beschäftigen.

  • Time to Hunt

    Time to Hunt

    ★★★★

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Was für ein Brett von einem Genre-Film. „Time To Hunt“ spielt in einer nahen Zukunft, doch ein Science-Fiction-Aspekt ist nur im Hintergrund durch die Berichte über das kollabierte Südkorea und die vielen Elektroautos so richtig zu bemerken. „Time To Hunt“ ist vor allem in der zweiten Hälfte inszeniert wie ein Horror-Slasher, bei dem der Killer hinter jeder Ecke lauert und der Zuschauer an den Nägeln kaut, doch in erster Linie ist „Time To Hunt“ ein lauter Action-Thriller, bei dem es…

  • Invincible

    Invincible

    ★★★★

    Natürlich ziemlich überzuckert und auch mit sehr deutlichen Abweichungen von der realen Geschichte, aber ich liebe diese Underdog-Sportfilme, wenn sie gut ausschauen und mitreißen. Beides macht „Invincible“ (und hat zudem einen super Soundtrack).

  • It Could Happen to You

    It Could Happen to You

    ★★★★

    Reichlich überzuckerter, aber unglaublich sympathischer Film. Andrew Bergman hätte mehr romantische Komödien mit Nicolas Cage in der Hauptrolle drehen sollen, wobei der hier gar nicht das Highlight ist, sondern die einfach nur strahlende Bridget Fonda. Daneben gibt es auch tolle Nebendarsteller (Wendell Pierce vor allem, dazu ein schleimiger Stanley Tucci und eine bewusst nervende Rosie Perez, um nur ein paar zu nennen).

    Teil der Nicolas Cage Challenge

  • Ip Man 4: The Finale

    Ip Man 4: The Finale

    ★★★★

    Der vierte und letzte Teil der „Ip Man“-Reihe bietet reichlich Fanservice, in dem nicht nur einige bekannte Figuren erneut auftreten, sondern auch viele bekannte Elemente wiederholt werden. Einmal mehr muss Yip Man seine Kunst gegenüber anderen Kung-Fu-Meistern beweisen (und einmal mehr wird dabei eine ganz Inneneinrichtung zerstört, dieses Mal aber mit einem Kniff), einmal mehr muss er Rassismus überwinden und den Westlern zeigen, dass Kung-Fu nicht minderwertig ist (dieses Mal gegenüber Karate).

    Und einmal mehr macht das trotz aller überdeutlichen…