The Wretched ★★★

"The Witch next door" ist ein klassiches Genregericht aus der Abteilung "Kind in einer Kleinstadt ist in Schwierigkeiten und niemand glaubt ihm". Hier lebt nicht nur eine Hexe nebenan, sondern auch der Geist von so manchem Horrorfilm aus den 80er Jahren weiter.

Die Regisseure Brett und Drew Pierce sind in ihrem Element und mischen ein Hexengebräu aus launiger Atmosphäre und knochenbrechenden, kopfdrehenden praktischen Effekten (einen Vorgeschmack auf das, was da noch kommen wird, liefert gleich zu Beginn der Prolog ab). Aber sie geben sich nicht damit zufrieden, einfach nur die Opferzahl zu erhöhen, sie zeigen auch Empathie für ihren einsamen Protagonisten Ben. Damit liegt der Film um eine Stufe über den meisten durchschnittlichen aktuellen Horrorfilmen. Es werden Ambitionen und echte Emotionen gezeigt, die in den heutigen Horrorfilmen allzu selten sind. Es ist erfrischend zu sehen, wie Ben um etwas mehr als sein Leben kämpft. In den meisten aktuellen Horrorfilmen werden Teenager nur aus Gründen des billigen Nervenkitzels in Jump-Scares-Szenen geworfen.

Obwohl der Mangel an Action manchmal etwas das Leben aus dem Tempo des Films saugt, genau wie es die Hexe mit Blumen tut, rechtfertigen hier die Ziele die Mitteln.

Eigentlich habe ich mich mehr für die Entführung von Kindern durch Hexen als für Bens Probleme in der Familie interessiert, die Regisseure liefern aber an beiden Fronten ab, sodass ich das nächste Mal wenn ich in den Keller gehe, bestimmt das Licht aufdrehen werde.

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