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  • Mank

    Mank

    ★★★½

    Netflix hat das Genre der Selbstverwirklichung von Großmeistern, in schwarz-weiß und Überlänge selbstverständlich, erfunden um Oscars zu gewinnen und das Kino demütigen. 2018 „Roma“, 2019 den nach seiner Premiere im Berlinale-Palast bereits vergessenen „Elisa und Marcela“ von Isabel Coixet und jetzt eben „Mank“.

    Dem Perfektionisten Fincher, der auch hier laut Berichten schonmal 200 Takes drehte, rechne ich es menschlich hoch an, dieses einzige Drehbuch seines Vaters zu verfilmen, was ihn als Regie-Maschine mit beinah perfekter Filmographie einfach sympathisch macht. Natürlich…

  • My Little Sister

    My Little Sister

    ★★

    Top besetzt, spannend fotografiert aber furchtbar geschrieben und inszeniert. Was bleibt ist Eidingers Nabelschau, für die er zumindest nicht viel Text lernen brauchte.

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  • The German Lesson

    The German Lesson

    ★★

    Leider ein schwacher Schwochow. Ich liebe seinen Podcast, schätze Bad Banks, seinen NSU-Film über die Täter  werde sicher auch seine kommenden „The Crown“-Folgen genießen. Aber dieser Film bringt eine Schwere mit sich, die der Luft im vollen Kino zwischen Zuschauern älteren Semesters gleicht. Die Zeit scheint still zu stehen während dieser Doppelstunde und man sehnt sich nach humorvollen Zwischenrufen oder wenigstens der großen Pause. Die Handlung klebt wie die Kaugummis unter den Bänken und entschädigt lediglich mit einigen visuellen Lichtblicken…

  • System Crasher

    System Crasher

    ★★★★

    Wut ist rosa. Beeindruckendes und deprimierendes Spielfilmdebüt aus Ludwigsburg heraus.

    Benni ist das aggressivste Mädchen, das jemals auf der Leinwand porträtiert wurde. Und obwohl sie unfassbar charismatisch, hübsch und verletztlich sein kann: Ihre erlebte Gewaltätigkeit prägt ihr Handeln. Und auch wenn man mit ihr mitleidet ist man am Ende des Films heimlich froh, sie wieder abgeben zu können. 118 Minuten Ausweglosigkeit, virtuos beobachtet und nie der Versuchung erlegen, zu erklären oder gar lösen zu wollen.

    Auch wenn sich vermutlich keine 10.000 Menschen diesen erbarmungslosen Realismus im Kino zutrauen werden, nimmt einen dieses gewaltige Werk zwangsläufig als Zuschauer mit. Erstmal durchatmen!