Untitled ★★★★½

Ein großartiger Dokumentarfilm.

Der Film, der keinen bestimmten Thema nachgeht, ist keines Wegs nicht erzählend. Ganz im Gegenteil, der Film erzählt viel. Vor allem erzählt er mit seinen überaus starken Bildern. Die Kameraführung ist ganz nah am Leben dran und ihre fragmentarische Montage bringt Rhythmus hinein.

Untermalt wird der Film mit Poesie: Anekdoten, Geschichten, kleine Aufsätze. Manchmal waren die Bilder so stark, dass man der Erzählung nicht folgen konnte. Vielleicht ist es aber auch gewollt. Vielleicht soll man sich den Film nicht nur einmal angucken, sondern mehrmals, um immer wieder neue Welten zu entdecken.

Der Film fordert einen und führt zum Nachdenken über die Welt, auch außerhalb des Kinos.

„Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition.“ (Michael Glawogger)