Suspiria

Suspiria ★★★★

„Sie werden mich schlachten und meine Fotze vom Teller fressen“

Weniger ein Remake als ein komplett neuer Film der zufälligerweise den selben Namen hat. Grelle Farben und bizarre Architektur weichen Brutalismus und harten Beton, aus schlanken 90 Minuten werden monumentale 2 ½ Stunden und die naive Unschuld die Argento's Horrorklassiker besaß wird gnadenlos ausgelöscht, wie das Zitat von oben ganz gut demonstriert. Auch die albtraumhafte, surreale Atmosphäre wird durchbrochen in dem der Film seine Handlung mit der Realität verbindet und die damalige politische Stimmung in Deutschland aufgreift.

Suspiria 2018 ist teils Horrorfim, teils Arthouse-Drama das sehr interessiert an seiner Mythologie und an seinen Figuren ist. In seinen Horror ist der Film sowohl grausam als auch konfus, ein Wust aus merkwürdigen Träumen und kaputten Körpern. Der Score von Musiker Thom Yorke ist im Vergleich fast schon beruhigend. Das Schauspiel ist durchgehend grandios (habe noch nie so viele Amerikaner so gut Deutsch sprechen gehört) und das Finale fasziniert mit seiner ekelerregenden Absurdität.

Beide Suspiria's sind zwar formal und inhaltlich vollkommen verschieden, erzeugen aber beide sehr starke Gefühle und faszinierend gleichermaßen.

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