The Vast of Night ★★★½

The Vast of Night entpuppt sich nach kurzer zeit zu einem sehr interessanten Scifi-Grusler der ungefähr die selbe Faszination wie Geistergeschichte ausübt. Die Mixtur aus langen Dia- und Monologen verbunden mit langen, eleganten Trackingshots kann eine leicht ermüdende Wirkung haben was aber nicht per se schlimm ist. Dadurch lullt einen der Film in eine gemütliche Grundhaltung welche ein perfekter Nährboden für subtilen Grusel ist der sich immer weiter im Film ausbreitet. Wirklich schockierend oder erschreckend ist hier nichts, viel mehr trägt sich der Film über seine charmanten Hauptcharaktere, den minimalistischen aber liebevoll ausgestatteten 50s Setting und dem interessanten Mysterium. Aus dieser Kombination entsteht diese besondere Art von Horror welche langsam in deinen Kopf hochsteigt und erst so richtig wirkt wenn der Film längst zu ende ist. Trotz einiger Regieschwächen und einer zugegeben viel zu dunklen Optik kann diesen Film nur wärmstens empfehlen.

PS: Mit seinen effektiven Grusel, den hohen Fokus auf Radios und den Gruselgeschichten-vibe erinnerte mich The Vast of Night primär an zwei Dinge: The Fog von John Carpenter, vor allem die erste Hälfte, und dem Narrative Game Everybody's Gone to the Rapture, das ebenfalls ein Kleinstadtszenario mit übernatürlichen Elementen und ganz vielen Radios vermischt. Wenn einem die beiden sachen gefallen, wird man sicher auch was mit The Vast of Night anfangen :D

Moepo liked these reviews

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