Underwater ★★★½

Ja so kann das Kinojahr 2020 starten! 

Die Handlung ist an sich einfach und simpel. Man kam auf die Idee, am Marianengraben nach Öl zu bohren. Warum nicht, ist ja nur 11 km tief. Das das aufgrund des Druckes totaler Blödsinn ist, sei man dahingestellt. Jedenfalls kommt es in der Bohrstation Kaeplar zur Katastrophe. Und die Crew rund um Nora (Kristen Stewart) muss ums Überleben kämpfen. Doch draußen lauert etwas....

Machen wir es kurz und fangen mit dem Schlechten an: die simple Story und der physikalische Quatsch zwecks des Drucks am Meeresboden. Dazu sind die Figuren flach geschrieben und alle Horrorstereotypen sind vertreten. 

Jetzt kommt das Gute und da gab es einiges. Fangen wir mit dem Look an! Die Sets sahen gut aus. Bei den Innenaufnahmen hat man auf CGI verzichtet und glaubhafte Sets erschaffen. Ebenso sahen die Taucheranzüge cool aus. Das CGI bei den „Außenaufnahmen“ war auch recht gut. Natürlich trickste man hier mit dem Licht aber da unten ist es halt wirklich dunkel. Dafür war es innen gut ausgeleuchtet. 
Dann die allgemeine Atmosphäre. Die gefiel mir auch. Da der Film den Fokus auf den Überlebenskampf der Crew setzt, wirkt das dank der Atmosphäre glaubhaft. 
Die Kamera setzt die Figuren in den Fokus und hält gerade bei den Außenaufnahmen immer wieder auf die Figuren. Dazu ist sie die meiste Zeit recht ruhig und hektische Schnittwechsel sind eher Mangelware. Dazu gab es paar coole Slow Mow Szenen. 
Das Monsterdesign gefiel mir. Besonders der Boss! 
Das Pacing ist der nächste positive Punkt. Es geht sofort los, keine langweilige Einleitung. Dann wird es ruhiger und gibt in den richtigen Momenten Gas um danach wieder den Figuren und deren Überlebenskampf wieder Zeit zu lassen. 
Und zum Schluss Kristen Stewart. Ja, Overacting war ein,zweimal dabei aber sie trug den Film echt gut. Auch die Nebenfiguren wie Vincent Cassel und AJ Miller haben gut gearbeitet. 

Alles in allem ein sehr guter Horrorfilm, der viel richtig macht und wenig falsch. Erfindet das Genre nicht neu aber ein frisches  Setting, richtiger Fokus und ordentliche Schauspieler ergeben hier mein erstes Highlight 2020!