Aces Go Places

Aces Go Places ★★★

Ich beginne Blasphemisch:
Ohne Arne Elsholtz und Thomas Danneberg wäre der Gaunernonsense "Mad Mission" für westliche Augen nur abseits seiner abgedrehten, aber um das Wissen darüber, was noch kommt noch recht zurückhaltenden Stunts nur ein halb so kultiger Spaß.
Das zitierwürdige Dauerfeuerwerk an Sprüchen und One-Linern lässt einem keine Luft zum Atmen und täuscht vor allem über den inhaltlichen Leerlauf im Mittelteil hinweg, in dem episodisch die Annäherungsabenteuer von "King Kong" (Warum wurde dieser Name nicht im Deutschen t beibehalten!) und "Kodijak" (der zweitbeste Mann nach Peter Sellers, der nur nicht mitmacht, da bereits verstorben.) abgefrühstückt werden und die Körperlichkeit Pause hat.
Dafür haben sich unsere drei Hauptprotagonisten ganz doll lieb (Sylvia Chang gibt das zänkische Weib gar herrlich ... zänkisch! Auch wenn sie recht unsanft aus dem Film verschwindet!) Aushilfs-Jackie (die Nase ist doch kein Zufall) und chinesisches Musikerschwergewicht Sam Hui müht sich redlich um Coolness. Als wüsste er aber was seinen Charakter in Deutschland erwartet, lässt er aber vornehmlich mal die anderen machen und hilft primär in der Action aus.

Was könnte ich schreiben, was nicht andere auch so sehr an der Reihe lieben. Schon wieder die Rückkehr in die Kindheit zelebrieren, wo auf dem Schulhof die besten Sprüche rezipiert werden?
Ich ergötze mich fast schon viel lieber an den vielen Baustellen, der sandigen Umgebung, den Bildern einer Zeit, als Hongkong/Kowloon sich noch im Wachstum befand und noch weit entfernt war von diesen Hochglanzhochhäusern aus Stahl, Chrome und Glas, die heute alles in China und ihren Filmproduktionen auf Hochglanz polieren.

Jetzt kommt Teil 2, da werden die Regler aber mal auf Anschlag gedreht...

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