Dolemite Is My Name ★★★½

Understatement, Zurückhaltung, Bescheidenheit...

Die Inszenierung des Blacksploitation-Bio-Pics steht im starken Gegensatz zu seiner Geschichte und Hauptfigur.
Rudy Ray Moore kann sich posthum geehrt fühlen, das ein Eddie Murphy nach Jahren der Karriereachterbahn seinem Ego mal die Schranken aufzeigt, um sich ganz und gar der Geschichte unterzuordnen. Und Eddie bedankt sich mit seiner zurückgenommen, aber trotzdem nicht weniger kraftvollen Performance bei seiner verstorbenen Vorlage für dessen Enthusiasmus und Ehrgeiz, der ihn vom lokalen Comedian bis hin zum eigenen Kinofilm trieb.
Murphy verschwindet hinter diesem stolzen, aber uneitlen Pimp-Darsteller, und verlässt sich vollkommen auf das Werk welches Moore hinterlassen hat, wohl wissend das dieses für eine unterhaltsame und kurzweilige Auseinandersetzung ausreicht. Murphy's über Jahre erprobte Manierismen bleiben hinter kontrolliert eingesetzten Gesichtzügen zurück. Auch Regisseur Brewer verlässt sich auf einen ruhigen, nicht hektischen, aber trotzdem nicht langweiligen Inszenierungsstil.
Es ist einer dieser angenehm unaufgeregten Filme, die sich nicht anbiedern, die ihre Geschichte und ihre Figuren wirken lassen.
Und auf mich hat es gewirkt.

PS: Jetzt bitte ein Spin-Off mit Wesley Snipes als D'Urville Martin. Ich wittere Potential....

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