Underwater ★★★½

Unter Wasser hört dich keiner schreien. Direkt nach dem Zähne putzen und ohne ausladende Exposition wird man in UNDERWATER in ein A L I E N -ähnliches Szenario in den Untiefen des Mariannengrabens geworfen. Eine Crew kämpft dort in ein einer Sci-Fi-Forschungsanlage um ihr Überleben und sieht sich dabei unbekannten Kreaturen gegenübergestellt. Gefackelt wird da nicht lange, denn die Katastrophe setzt direkt zu Beginn seine erschütternde Duftmarke und bemüht sich, der Crew und den Zuschauern den Atem zu stehlen. Die klaustrophobische Stimmung in den Untiefen des Meeres wird dabei treffend transportiert. Besonders überzeugend sind vor allem die atmosphärischen Innenaufnahmen, welche mit langen und düsteren Gängen begeistern können. Geht es dann raus ins Wasser, überwiegt die Orientierungslosigkeit in den dunklen Tiefen. Das ist durchaus gewollt, dennoch verliert man auch als Zuschauer zu sehr die Orientierung und manche Ereignisse lassen sich nur schwer nachvollziehen.

Was in diesem dunklen Durcheinander auch gut funktioniert, ist die Crew. T.J. Miller als Comic-Relief lockert die Ausweglosigkeit immer wieder auf, ohne ins Lächerliche zu driften. Angst mit Humor zu unterdrücken ist so ein valides Mittel. Auch die anderen Crew-Mitglieder sind sympathisch und man fiebert mit ihnen. Ganz besonders aber mit Kristin Stewart, die eine starke und fokussierte Ingenieurin spielt und diese Rolle locker und hochklassig wuppt. Überraschungen sollte man in UNDERWATER aber nicht erwarten, denn der Streifen liefert gewohnte Genre-Kost ohne innovative Auswüchse, dafür aber mit düsteren Kreaturen. Fans von Creature-Features und klaustrophobischer Science-Fiction kommen voll auf ihre Kosten und so überzeugt in den letzten Jahren nach LIFE einmal mehr ein Rip-Off von A L I E N und Co..

Beklemmend, düster und unfassbar konventionell. UNDERWATER liefert genau das, was man erwartet. Nicht mehr und nicht weniger. Und das ist auch gut so!

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