Underwater ★★★

Underwater fackelt nicht lange. Eine Unterwasserstation wird durch ein vermeintliches Erdbeben in seinen Grundfesten erschüttert und steht kurz vor dem Kollaps. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Was Price und Co. aber zu Beginn nicht wissen: Etwas Grosses erwartet sie in den endlosen Gewässern der Tiefsee.

Mit seinen 90 Minuten und seinem mitreissenden Pacing vertrödelt der Film keine einzige Minute. Charakterzeichnungen sind bedeutungslos und Figurenkonstellationen kommen über die gewohnt, schnöden Liebeserklärungen am Rande des menschlichen Abgrunds nicht hinaus. Underwater konzentriert sich restlos auf die Darstellung eines imposanten Action-Spektakels und inszinatorischer Beklemmung. Der Horror ist allgegenwärtig. Der Film ein Unterwasser-Rip-Off von Alien. All dies macht er aber mit unerschütterlicher Sicherheit.

Bei keinem Film in diesem Jahr habe ich mir mehr gewünscht, ihn auf der grossen Leinwand gesehen zu haben. Die Unterwasserstation wirkt als gigantische, aus dem Meeresboden, erhobene Stadt. Leider verliert aber die Kamera während der Wasserszenen desöfteren ihren Fokus. So rennen die Protagonisten wiederholt, planlos in irgendeine Richtung und erreichen wie durch ein Wunder eine weitere lebensrettende Schleuse. Die türkis-düstere Farbgebung macht es darüberhinaus, etliche Male schwierig den Geschehnisse richtig folgen zu können. Dadurch ist man als Zuschauer zu keinem Zeitpunkt "Herr der Lage".
Und ja: Dialogischer Minimalismus in allen Ehren. Ein Film sollte sich aber niemals gezwungen fühlen, seine Endszene durch die Gedanken/Off-Stimme seiner Hauptprotagonistin erklären zu müssen.

Ungeachtet dessen, macht der Film mit seiner kurzweiligen Art aber durchaus sehr viel Spass.

PS: Diese Rolle passt bei Weitem besser zu Kristen Stewart, als dieses unsägliche Charlies Angels-Ding.

Pascal_ liked these reviews

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