Underwater ★★★

Tiefsee-Settings sind noch nahezu unverbraucht und bieten eigentlich perfekte Voraussetzungen für das Horror-Genre. Davon macht William Eubank immer mal wieder Nutzen mit solidem Produktions-Design und teils wirklich beeindruckenden Bildern. Die hervorragend gecastete Kristen Stewart bringt in die furchteinflößende Atmosphäre, die Underwater größtenteils gelungen ist, ein gutes Stück Menschlichkeit. So gut, dass in manchen Stellen einen fast schon selbst die Furcht ergreift. Woran es Underwater aber schmerzlich fehlt, ist ein eigener kreativer Trieb beim Drehbuch. Denn wenn man ehrlich ist, ist hier einfach zu viel von Vorbildern wie Alien geklaut. Dazu kommt, dass man durch völlig fehlende Exposition überhaupt keinen Funken für die Charaktere empfindet (man zeigt mehr für Kristen Stewart und nicht für Norah Empathie), und die action-reicheren Szenen immer mal wieder hoffnungslos unübersichtlich werden, wodurch wir auf eine Menge verschenktes Potential blicken. Die Ansätze sind da, einige Szenen sind wirklich großartig und Creature-Horror und Lovecraft-esque Stimmung ist für mich immer ein Blick wert. Mehr als solider Unterwasser-Horror ist Underwater aber für mich dennoch nicht.

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