Winter Light

Winter Light ★★★★½

Und wieder ein Ingmar-Bergman-Film. Meine Gedanken:

1. Warum heißt der Film "Licht im Winter "?

2. Wie die die ganze Zeit Husten und sich dann gegenseitig ins maskenlose Gesicht fassen, macht mich fertig.

3. Ich finde Ingrid Thulin die Schönheit in Person. Und in den beiden Filmen, die ich zuvor mit ihr sah, inszenierte Bergman sie auch so. Hier wird sie erfolgreich als dermaßen graue Maus präsentiert, dass es sehr beeindruckend ist.

4. Ein Film der eindringlichen Close-Ups.

5. Die Angst vor China, die Jonas Person plagt, macht den Film erstaunlich aktuell.

6. Ha! Kann es sein, dass First Reformed ein Remake dieses Films ist?

7. Eine spannende Auseinandersetzung mit Glauben und dem Abfallen vom Glauben.

8. Dass die Schweden damals Linksverkehr hatten, aber ihre Lenkräder dennoch auf der linken Seite des Wagens waren, macht mich fertig.

9. Toxische Männlichkeit ist toxisch.

10. Eine toxische Beziehung ist toxisch.

11. Wenn Jonas Persons Frau dann zum Pastor sagt: " Sie haben sicher getan, was sie konnten." ist das so ein bitterer Moment.

12. Die Überlegungen über das seelische Leid Christi und dass es doch viel schlimmer gewesen sein muss als das körperliche, auf das die Bibel den Fokus legt, ist eine perfekte Zusammenfassung des Films.

13. Wenn dann am Ende niemand zum Gottesdienst kommt und der ungläubige Pastor dennoch weitermacht mit seinem hohl gewordenen Ritual, ist das so trostlos, dass ich mir jetzt erstmal Videos von Katzenbabys anschauen muss als Kontrastprogramm.