Underwater ★★★½

Ein Film, den man am besten im Panik-Modus genießt. Noch in Minute 2 werden die Protagonisten auf einer Bohrinsel am Meeresboden im Mariannengraben in Lebensgefahr gebracht und das geht jetzt fast ohne Atempause für die restlichen anderthalb Stunden so weiter. Es ist ein so simples Strickmuster: „Bring sie in Gefahr, Bring sie noch mehr in Gefahr. Bring sie alle um.“ Es ist als habe Regisseur Eubank ABYSS und ALIEN als Vorbild genommen und alles weggelassen, was nicht unbedingt für die Horror-Story gebraucht wird. Das ist nicht viel, was übrig bleibt. Und Tom war es zu wenig.
Wer den richtigen Eintauchwinkel hat und sich mit Kristen Stewart und Vincent Cassel identifiziert, der hat einen sehr schlichten aber effektiven Adrenalinritt in 7 Meilen Tiefe. Überhaupt: Kristen Stewart. Hammer. Sigourney-Weaver-Liga, wenn man ihr ein gescheites Drehbuch geben würde. Objektiv kann man sagen: Das Setdesign ist fein, die Requisiten super, die Musik mau und das Creaturedesign schrottig. Am Meeresboden ist es für den einen qualitätstechnisch zappeduster, für den anderen ist es die atmosphärische Schwärze des Schreckens. Am Mikrofon direkt nach dem Film ist Tom frustriert, Dominik und Thomas begeistert, Gabriele hat sich weggegruselt, Uwe ist an der schlimmsten Stelle eingeschlafen, Harald und Hendrik regeln ihre Sauerstoffzufuhr und bleiben gelassen.
schoener-denken.de/blog/underwater-podcast-filmkritik/