The Phantom Carriage

The Phantom Carriage ★★★½

Eine junge Frau liegt im Sterben. In Rückblenden entfaltet Der Fuhrmann des Todes ihre Geschichte und die des Trunkenbolds David Holm, aus dem sie einen besseren Menschen machen wollte. So ist ihr letzter Wunsch eben diesen David Holm zu sprechen. Doch bis es soweit kommt, muss auch David Holm mit den Geistern seiner Vergangenheit abschließen und begegnet am Silvesterabend dem Fuhrmann des Todes. Daraus entwickelt sich dann eine Geschichte, die an A Christmas Carol von Charles Dickens erinnert. 

Es dauert etwas bis die Kutsche in Schwung kommt, aber sobald die Backstory erzählt ist und man über ein paar Logiklöcher hinwegsieht, entwickelt sich eine tragische und gleichzeitig mitreißende Geschichte. Der Film klagt vor allem den übermäßigen Alkoholkonsum an und lässt auch kein gutes Haar an der toxischen Männlichkeit der Säufer. Die Auflösung ist dann zwar etwas simpel, aber für einen nun hundertjährigen Film ist das Verständnis von Männlichkeit, wenn die Frau von David Holm ihrem Mann mit den Worten: „Wenn du weinst, glaub ich dir“, verzeiht schon bemerkenswert. 

Bester Horrormoment: Der betrunkene David Holm schlägt mit einer Axt manisch auf eine verschlossene Tür ein, während seine verzweifelte Frau das Weite sucht… Die Beschreibung kommt euch bekannt vor? Dann wisst ihr jetzt wovon sich Stanley Kubrick inspirieren ließ.

Mein Horrorctober 2021

Nr. 18 #horrorctober2021