The Blackout ★★½

Alien-Invasion auf Russisch! Warum denn auch nicht? Einem starken 1. Akt folgt ein langweiliger Mittelteil und ein durchwachsenes Schluss-Kapitel.
Mit 2 1/2 Stunden ist Blackout zudem viel zu lang, ohne besonders viel aus der Laufzeit heraus zu holen.
Den stimmigen Anfang macht der titlgebende Blackout, der scheinbar die ganze Welt auslöscht und alle Lebewesen zu seelenlosen Zombies macht. Aber die ganze Welt stimmt dann doch nicht ganz: es gibt einen Bereich rund um Moskau und einige andere Staaten (so genau wird das aber auch gar nicht erklärt), die vom "Angriff" verschont geblieben sind. Dort versucht man nun heraus zu finden, was in der sogenannten Sperrzone denn vorgefallen ist. Es werden immer wieder Erkundungstrupps dort hin entsandt, die jedoch nicht mehr lebend zurück kehren.
Was sich anhört wie eine Mischung aus World War Z, Independence Day und Auslöschung, wird mit einem optischen Stil angereichert, der ein wenig an Blade Runner erinnert. Und so lange das Mysterium noch nicht gänzlich gelüftet ist, hat der Film auch seine stärksten Momente. Sobald wir uns dann aber in die Sperrzone begeben und sich die Handlung dann doch mehr in Richtung Kriegsfilm entwickelt, zerfällt das Ganze immer mehr in eine CGI-Ballerorgie, die leider die anfänglichen, atmosphärischen Töne gänzlich vermissen lässt.
Auch ohne ersichtliches Gefälle, eine dramaturgische Talfahrt von Anfang bis Ende!
Ein Film, bei dem es reicht, die ersten 45 Minuten, und dann vielleicht noch die letzten 10 Minuten vom Ende anzusehen.
Allerdings trotzdem ist das Dargebotene immer noch besser, als das Meiste, was derzeit im Bereich Sci-Fi aus den USA herüber schwappt.

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